Der Gemeindewald hat Schenkenzell 2025 einen Überschuss von knapp 60.000 Euro beschert. Der war mehr als doppelt so hoch wie der Plan von 26.500 Euro vorsah.
In der Sitzung des Gemeinderats stellte Hauptamtsleiterin Susanne Augsburger den Betriebsnachweis für das Forstwirtschaftsjahr 2025 vor. Ihr zufolge lagen die Einnahmen bei insgesamt 195.400 Euro. Allein die Holzernte von 1962 eingeschlagenen Erntefestmetern brachte einen Erlös von 188.600 Euro. Die deutlich höheren Einnahmen gegenüber dem Planansatz hatten sich durch die guten Holzpreise am Markt ergeben, obwohl die vorgesehene Einschlagsmenge von 2000 Festmetern nicht ganz ausgeschöpft worden war.
Allerdings lagen auch die Ausgaben mit 135.800 Euro über dem Planansatz von 107.200 Euro. Vor allem die Kosten für die Holzernte fielen mit 76.100 Euro um rund 18.000 Euro höher aus als in der Kalkulation dargestellt.
Weitere Investitionen
Für die Sanierung des Gallenbachhangwegs wurden rund 24.000 Euro investiert, in die Bestandspflege circa 6000 Euro und für Waldschutzmaßnahmen knapp 3000 Euro.
Die Verwaltungskosten an das Forstamt Rottweil betrugen 18.800 Euro.
Im Ergebnis steht ein Gewinn von 59.560 Euro zu Buche. Der Betriebsnachweis des Verwaltungshaushalts des Forstbetriebs weiche immer leicht vom Jahresabschluss der Gemeinde für die Kostenstelle „Forstwirtschaft“ ab, da hier weitere Posten, die nicht in das Zuständigkeitsgebiet des Revierförsters fallen, gebucht würden, erläuterte die Hauptamtsleiterin. Bürgermeister Bernd Heinzelmann freute sich über das sehr gute Ergebnis und erklärte den Mehreinschlag von knapp 2000 Festmetern – das zehnjährige Forsteinrichtungswerk sieht 1600 Festmeter vor – damit, dass in den vergangenen Jahren aufgrund zufälliger Nutzungen wie Sturm- und Käferholz weniger eingeschlagen worden sei als geplant. Da derzeit die Preise am Holzmarkt gegenüber dem Vorjahr sogar noch etwas angezogen haben, rechnet der Bürgermeister für das aktuelle Forstwirtschaftsjahr mit einem erneut guten Ergebnis.
Rat stimmt Betriebsnachweis zu
Auch deshalb, weil nach der erst kürzlich beschlossenen Forsteinrichtung für den Zeitraum 2026 -2035 mindestens 1700 Festmeter jährlich eingeschlagen werden dürfen und vereinzelt auch darüber.
Der Gemeinderat stimmte dem vorgestellten Betriebsnachweis für 2025 ohne Vorbehalte zu.