Die geplante energetische Sanierung des Schallbacher Feuerwehrgerätehauses wird auf das Jahr 2026 verschoben. Foto: Holger Schlicht

Feuerwehr und Kindergarten stehen auf der Agenda der Gemeinde Schallbach. Die Maßnahmen werden auf 2026 verschoben.

Eine weitere Baustelle ist die energetische Sanierung des Kindergartens und der Feuerwehr, hieß es in der jüngsten Sitzung des Schallbacher Gemeinderats Im Haushaltsplan der Gemeinde Schallbach sind 150 000 Euro für die Sanierung beider Gebäude eingestellt.

 

Die Leiterinnen des Kindergartens „Kinderstübli“ berichteten an der Gemeinderatssitzung über die baulichen Mängel im Kindergarten. So funktionieren zum Beispiel nicht mehr alle Oberlichter im oberen Stock, was ein Problem bei Durchlüften vor allem morgens, wo es noch kühl ist, darstellt. Momentan würden im oberen Stock gegen Mittag 28 Grad und im unteren Stock 26 Grad herrschen.

Auch die Rollläden würden teilweise nicht mehr funktionieren. Eine Schiebetür zwischen Büro und Werkraum sei auch eher bescheiden funktionsfähig, da sich in der Führungsschiene immer Steinchen und Dreck ansammeln würde, was das Auf - und Zuschieben auf Dauer unmöglich mache. Zudem fehlen Insektenschutzgitter oder die vorhandenen würden auch größtenteils nicht mehr funktionieren. An einer Fluchttüre fehlt ein Hitzeschutz, so das die Sonne dort den Raum enorm aufheizen würde. Im Ruheraum sei auch kein Außenrollladen vorhanden. Im Winter sei in den Räumen zu kalt und im Sommer zu warm. In einem Fensterrahmen befände sich ein großes Loch, eventuell von einem Specht verursacht. Aufgrund der vielen Mängel diskutierte der Gemeinderat nun die weiter Vorgehensweise und kamen zu dem Schluss, das ein Fenstertausch früher oder später unumgänglich sei. Für eine komplette energetische Sanierung bekäme man zwar Fördergelder, man müsste aber auch einen Energie-Effizienz-Experten mit einbinden, der dann wahrscheinlich soviel wie die Fördergelder kosten würde, meinte ein Mitglied des Gemeinderats.

Zudem müssen 25 Prozent der Heizlast des versorgten Gebäudes von einer Wärmepumpe geleistet werden. Das bedeutet, dass auch eine hybridfähige Regelung für die Betriebs-Kombination beider anlagen installiert werden müsste. Der Zuschuss der BAFA für die Anlage liegt bei 30 Prozent. Bürgermeister Iselin schlug vor, erst einmal ein Angebot für die Sanierung inklusive Fenster einzuholen und erst dann über weitere Maßnahmen zu entscheiden.

Aus dem Gemeinderat kam noch der Vorschlag, das Ganze in kurzfristige und langfristige Maßnahmen einzuteilen. Manche Dinge müssten ja eher sofort repariert werden, andere könne man vielleicht noch etwas nach hinten verschieben. Schlussendlich stimmte der Gemeinderat der Einholung eines Angebots und der Verschiebung der eigentlichen Maßnahme in das Jahr 2026 zu, da in diesem Jahr schon viele Projekte angegangen und umgesetzt worden seien und diese auch teilweise teurer geworden wären, als ursprünglich geplant. Auch eine Sanierung des Feuerwehrhauses wurde auf das nächste Jahr verschoben.