Die Rümminger Bürgermeisterin Joana Carreira will für die Zusammenarbeit der Gemeinde mit den Vereinen eine neue Grundlage schaffen. Foto: Siegfried Feuchter

In Gesprächen mit den Rümminger Vereinen will Bürgermeisterin Joana Carreira für mehr Übersicht im Förderungsdickicht sorgen.

Natürlich werden die Vereine in Rümmingen bisher schon gefördert. Bürgermeisterin Joana Carreira sagte, sie habe versucht, das, was da ist, auf Papier zu bringen.

 

Das sei jedoch nicht ganz einfach, weil die Förderungen teils auf mündlichen Absprachen basieren.

Sie setzt sich nun dafür ein, einheitliche Förderrichtlinien zu erlassen, die auch auf die individuellen Gegebenheiten der einzelnen Vereine eingehen.

„Im Wahlkampf habe ich versprochen, dass ich das umsetzen möchte“, sagte die Bürgermeisterin.

Unterschiede ergeben sich etwa daraus, dass manche Vereine die Gemeindehalle brauchen, andere nicht. Andere bekommen Räume von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Wieder andere, wie der Tennisclub, haben hingegen eine eigene Infrastruktur.

Manche nützen Räume der Gemeinde, andere nicht

Die Frage ist, wie man diese Unterschiede bei den Förderungen handhabt und ob es etwa einen Zuschuss für die eigene Infrastruktur geben soll, als Ausgleich dafür, dass andere Räume der Gemeinde nutzen.

Auf jeden Fall müssten Vereine, die bezuschusst werden, gemeinnützig sein, schließlich handle es sich bei der Förderung um Steuergeld, stellte Joana Carreira klar.

Der Zuschuss darf nicht dazu dienen, dass ein Verein Gewinn macht, und deshalb soll berücksichtigt werden, dass Vereine auch von ihren Mitgliedern angemessene Beiträge verlangen.

Eine pauschale Grundförderung habe sie im Entwurf der Richtlinien bewusst weggelassen, sagte Joana Carreira.

Alle Vereine haben ein Jugendschutzkonzept

Thomas Bahlinger wies darauf hin, dass alle Vereine ein Jugendschutzkonzept haben und dieses auch umsetzen, was auch wichtig sei. Jugendleiter würden geprüft, ein erweitertes Führungszeugnis verlangt.

Die Förderung aber davon abhängig zu machen, dass alle Jugendleiter nach Juleika-Richtlinien qualifiziert sind, hielt er jedoch für überzogen. Wenn man einen einwöchigen Lehrgang machen und den alle drei Jahre wiederholen müsse, werde man kaum noch Jugendleiter finden, meinte er.

Einstimmig war der Gemeinderat dafür, neu Förderrichtlinien zu erarbeiten und die Verwaltung zu beauftragen, dazu Gespräche mit den Vereinen zu führen.