Der Gemeinderat hat den Weg für die Erweiterung der Firma Beutter geebnet. Foto: Volker Schweizer

Die Firma Beutter darf expandieren und nördlich von Rosenfeld können neue Wohnhäuser gebaut werden.

Der Rosenfelder Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung gleich zwei Vorhaben vorangebracht. So wurde der Weg für die Expansionspläne der Firma Beutter geebnet.

 

Das 1906 gegründete Unternehmen will eine weitere Produktionshalle bauen. Das darf sie nun bald, denn die dritte Änderung des Bebauungsplan „Schönbühl“ ist, so wie es der Gesetzgeber fordert, als Satzung beschlossen.

Wie in der Sitzung zu erfahren war, gingen von den Behörden 13 Stellungnahmen ein. Dabei war unter anderem die Haselmaus Thema, ein putziges Tierchen, das sich in Rosenfeld anscheinend sehr wohlfühlt.

Lebensraum für die Haselmaus

Damit ihr Lebensraum nicht verloren geht, ist eine weitere Ausgleichsfläche zu schaffen. Außerdem müssen fünf Haselmauskästen aufgehängt werden.

Noch nicht ganz soweit ist das Projekt „Hohenzollernblick“. Nördlich von Rosenfeld ist auf einer derzeit für die Landwirtschaft ausgewiesenen Fläche von 0,6 Hektar ein „allgemeines Wohngebiet mit mehrgeschossiger Wohnbebauung“ geplant.

Auf dieser Fläche soll das Wohngebiet „Hohenzollernblick“ in Rosenfeld entstehen. Foto: Tristan Laubenstein

Es handelt dabei um zwei fast 40 Meter hohe Häuser. Mindestens 20 Wohneinheiten mit eineinhalb Stellplätzen sollen entstehen.

Tristan Laubenstein vom Planungsbüro berichtete, dass zu dem Vorhaben einige Stellungnahmen seien, die er als „unkritisch“ bezeichnete. Es werde aber aufgrund der Höhe der Gebäude keine Dachbegrünung geben. Das Grün könne sich bei Hitze und langer Trockenheit entzünden.

Bürger besorgt wegen Starkregen

Ein Bürger sorgte sich um die Kanalisation: Wie solle der Anschluss von 20 weiteren Wohneinheiten funktionieren, wenn jetzt schon bei jedem Starkregen im Amsel- und Drosselweg die Keller geflutet werden, weil das Wasser nicht ablaufen könne?

Laubenstein verwies auf die Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes: Das unverschmutzte Niederschlagswasser von Dach- und Bodenflächen müsse auf dem Grundstück zur Versickerung gebracht werden. Nur das häusliche Schmutzwasser werde der Kanalisation zugeführt.

Die Planung geht nun in die zweite Anhörungsrunde. Die Behörden, aber auch Bürger, dürfen sich ein weiteres Mal äußern.