Ein drittes Mehrfamilienhaus (links) soll zwischen den beiden bestehenden Gebäuden „Am Rosenrain“ errichtet werden. Foto: Planungsbüro Gfrörer

Stetige Wohnungsdruck und die hohe Nachfrage nach kleineren Wohneinheiten im ländlichen Raum. Das ist der Grund eines neuen Mehrfamilienhaus „Am Rosenrain“ und der Aufstockung der bisherigen Gebäude. Doch das war nicht das einzige Thema im Rangendinger Gemeinderat.

Der Gemeinderat Rangendingen tagte am Montagabend im Gemeindehaus und folgende Punkte wurden besprochen:

Bebauungsplan „Am Rosenrain“ für mehr Wohnraum Im südlichen Teil Rangendingens wird durch die Kreisbaugenossenschaft Hechingen das Gebiet an der Straße am Rosenrain ausgebaut.

Dabei sollen die beiden bereits bestehenden Mehrfamilienhäuser mit derzeit zwölf Wohnungspartien auf 16 Wohnungen erweitert werden. Dies wird durch eine Aufstockung von drei auf vier Stockwerke erreicht. Zudem soll ein weiteres Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohneinheiten auf dem Gebiet zwischen den beiden bestehenden Häusern errichtet werden.

Der Grund für den Ausbau sei der stetige Wohnungsdruck und die hohe Nachfrage nach kleineren Wohneinheiten im ländlichen Raum. Mit den Gebäuden schaffe die Baugenossenschaft viel Wohnraum auf kleiner Fläche.

Eine Lösung für mehr Parkplätze für das Gebiet ist in Planung

Für den Bau des neuen Gebäudes muss allerdings der bestehende Fußweg verlegt werden. Die Flachdächer der Bestandsbauten sowie des neuen Gebäudes sollen begrünt werden. Für das neue Mehrfamilienhaus sind derzeit neun Parkplätze eingeplant, allerdings werde hierbei nach einer neuen Lösung für mehr Parkplätze zu den Gebäuden gesucht, damit die Bewohner auch vor ihrer Wohnung parken können.

Weder der Zeitraum noch die Kosten sind laut Bürgermeister Manfred Haug bisher festgelegt und werden noch geprüft. Dem Bebauungsplan hat der Gemeinderat einstimmig zugestimmt.

Bilanz des Eigenbetrieb Wasserversorgung Im Jahresabschluss 2021 der Wasserversorgung Rangendingen gab es einen Jahresverlust von 80 000 Euro: Es wurde weniger Wasser verbraucht und daher weniger Erlös eingenommen. Hierfür sind höhere Aufwendungskosten, Personalkosten und ein höherer Einkaufspreis die Auslöser. Denn die Gemeinde verteilt das Wasser lediglich. Das Trinkwasser kommt vom Zweckverband Starzel-Eyach-Wasserversorgungsgruppe aus dem Wasserwerk Hirrlinger Mühlen in Bietenhausen.

Daher kommt die Gemeinde laut Bürgermeister Haug nicht drumrum, die Wasser- und Abwasserpreise zu erhöhen. Das Thema kommt in der Novembersitzung erneut aufs Tableau. Die Feststellung des Jahresabschlusses 2021 der Wasserversorgung wurde einstimmig genehmigt.

Kommandowagen für die Feuerwehr Ein Kommandowagen für die Feuerwehr ist im Feuerwehrbedarfsplan festgelegt, erklärte der Feuerwehrhauptkommandant Frieder Dieringer. Mit dem neuen Fahrzeug soll gewährleistet werden, dass zu jedem Notfall ein Einsatzleiter dazukommen kann. Die Nutzung soll auch im näheren Umkreis möglich sein. Ein solches Fahrzeug habe die Gemeinde noch nie zuvor gehabt und es sei der erste Schritt zur Professionalisierung der Feuerwehr, erläuterte Haug.

Bei dem Bestandsfahrzeug handelt es sich um einen VW Tiguan „Urban Sport“, der bereits voll ausgestattet ist. Die Anschaffungskosten liegen bei rund 62 500 Euro. Von Leasing wurde auf Grund der zu hohen Zinsen abgesehen. Dem Beschluss wurde einstimmig zugestimmt.