Die Mauserstraße weist einige Schäden auf. Foto: Reimer

Kaputte Straßen, das „Entenbrückle“, die Alarmanlage im Waffenmuseum und Elektronik für Schulen: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einige Vergaben mit Gesamtkosten von über einer Million Euro beschlossen.

Rund 215 000 Euro wird die Stadt dieses Jahr in Straßenunterhaltungsarbeiten investieren. Der Gemeinderat beriet darüber in seiner jüngsten Sitzung.

 

In der Kernstadt sollen Teilbereiche des Holunderwegs, der Aistaiger Straße und der Mauserstraße instandgesetzt werden. Bereits bei der Vorberatung im Technik-Ausschuss machte Bürgermeister Hermann Acker deutlich, dass man in Zukunft um eine vollumfängliche Sanierung aber nicht herumkommen werden.

Teure Brückensanierung

In Aistaig sollen der Gehweg in der Wiesentalstraße und der Felsenweg angegangen werden, in Hochmössingen sind Arbeiten im Weiherbühl und am Gehweg in der Ignaz-Rohr-Straße geplant. Auch die Römerstraße in Bochingen hat es auf die Liste geschafft. Den Zuschlag erhielt die Firma Lupold Straßen- und Tiefbau aus Vöhringen.

188 000 Euro muss die Stadt für die Instandsetzung des „Entenbrückle“ berappen. Eine kostspielige Sanierung, die dennoch die günstigste Option darstellt. Das teuerste Angebot für die Sanierung der Tragkonstruktion und die Erneuerung der Laufflächen und des Geländes lag bei knapp 630 000 Euro. Den Zuschlag erhielt die Firma BKI aus Schutterwald.

LKA und Waffenbehörde involviert

Auf den neuesten Stand soll derweil die Sicherheitsausstattung im Waffenmuseum gebracht werden. Für knapp 24 000 Euro wird eine neue Einbruchmeldeanlage angeschafft. Den Zuschlag erhielt die Firma Sinova aus Offenburg, die derzeit bereits die regelmäßige Prüfung der Alarmanlage im Museum und Archiv übernimmt. Das Sicherheitskonzept für das Waffenmuseum wurde in Absprache mit dem Landeskriminalamt, der Waffenbehörde und dem Präsidium Technik, Logistik, Service der Polizei (PTLS) erarbeitet.

Keine Munition im Museum

Laut Bürgermeister Acker seien die im Museum ausgestellten Waffen in ihrem derzeitigen Zustand nicht funktionsfähig. Museumsleiter Simon Zimmermann fügte noch hinzu, dass das Museum keine Munition lagere, weshalb die Waffen auch nicht unmittelbar einsetzbar seien, sollte es zu einem Einbruch kommen.

Die weiteren Vergaben betrafen die Schulen im Oberndorfer Stadtgebiet. An der Grundschule Bochingen wird der Strom-Netzanschluss verstärkt, da der derzeitige Anschluss am Limit betrieben wird. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 52 000 Euro. Die Erdarbeiten übernimmt die Firma OBB Tiefbau aus Bochingen, den Netzanschluss übernimmt die Netze BW.

Digitalisierung an den Schulen

Im Rahmen des Digitalpakts werden weitere Endgeräte für die Oberndorfer Schulen angeschafft. Kostenpunkt: 218 000 Euro. Den Zuschlag erhielt die Firma „multiMEDia service“ aus Rottenburg an der Laaber (Bayern). So werden unter anderem 85 Computer mit Monitoren sowie 273 Tablets angeschafft. Die Verwaltung gab an, auch die örtlichen Händler angeschrieben zu haben, diese gaben allerdings kein Angebot ab.

380 000 Euro kosten die Elektroinstallationsarbeiten am Schulverbund und an der Ivo-Frueth-Schule. Konkret geht es darum, neue Schulmedien über Kabelkanäle in der abgehängten Decke anzuschließen. Die Arbeiten werden von den Firmen Hillmaier (Schramberg-Sulgen) und Elektro Bayer (Rottweil) übernommen.

4,55 Euro pro Mahlzeit

Auch die Mittagsverpflegung am Schulcampus stand auf der Tagesordnung. Ab September wird die Firma Valeria Kinderessen aus Rosenfeld Mittagessen für 4,55 Euro pro Mahlzeit liefern. Laut Manuela Schumann von der Stadtverwaltung sei für den Kioskbetrieb hingegen noch keine Lösung gefunden. Die Stadt habe alle Metzger und Bäcker im Stadtgebiet kontaktiert, aufgrund von Personalmangel allerdings nur absagen erhalten. Alle Vergaben wurden vom Gemeinderat einstimmig befürwortet.