Das Thema Brennholz wurde im Nusplinger Gemeinderat heiß diskutiert – insbesondere, welche weiteren Wege zur Nutzung es gibt (Symbolfoto). Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Der Verkauf von Brennholz läuft derzeit schleppend, war im Nusplinger Gemeinderat zu erfahren. Die Räte sprachen über neue Wege, das heimische Holz effektiv zu nutzen.

Für einige Diskussionen hat das Thema Brennholz in der jüngsten Sitzung des Nusplinger Gemeinderates gesorgt. Dessen schleppender Verkauf bereite Revierleiter Franz Maier derzeit ein wenig Kopfzerbrechen.

 

„Brennholz geht kaum weg“, erklärte er gegenüber den Ratsmitgliedern, die sich dieses Mal in der Hütte des Nusplinger Albvereins versammelt hatten. Für das kommende Jahr werde mit einer Gesamtnutzung von 4500 Festmetern geplant. Man gehe derzeit für 2026 von einem Überschuss von etwa 133 000 Euro aus.

Das Brennholz günstig verkaufen oder neue Wege überlegen? Diese Frage galt es zu klären

Gemeinderat Philipp Storz schlug vor, attraktive Pakete für Brennholzhändler zu schnüren und diese aktiv anzubieten. „Lieber verkaufen wir günstiger als gar nicht“, sagte er.

Die Nachfrage nach Brennholz sei stark gesunken, bestätigte Revierleiter Maier nochmals. Man müsse sogar aufpassen, dass man finanziell nicht drauflege, wenn man alle Kosten betrachte.

Teilweise sei es inzwischen günstiger, die Bäume im Wald liegen zu lassen. „Das ist dann einfach nicht mehr lukrativ.“ Dies wollte Philipp Storz so nicht stehen lassen. „Wir müssen einfach mal neue Wege überlegen“, forderte er.

Hager: „Wer sich jetzt neu für eine Wärmepumpe entschieden hat, stellt so schnell nicht mehr auf Holz um.“

Denkbar wäre auch, das Holz in Form von Hackschnitzeln als Gemeinde selbst zu nutzen. Langfristig werde sicherlich nötig, die Heizung für den Schulkomplex zu erneuern.

Eventuell könnte hier eine Heizanlage für Schule, Sporthalle, Schwimmbad gebaut werden, die vielleicht sogar das Rathaus mitversorgen könnte. Bürgermeister Jörg Alisch sicherte zu, sich dahingehend über Kosten und Möglichkeiten zu informieren.

„Der Brennholzbedarf ist allgemein zurück gegangen, die Zeiten haben sich gewandelt“, fasste es Franz Maier zusammen. Ob der Bedarf sich jemals wieder ändere, sei fraglich. Hans Hager gab zu bedenken: „Wer sich jetzt neu für eine Wärmepumpe entschieden hat, stellt so schnell nicht mehr auf Holz um.“

Beim ersten Versteigerungs-Termin kommen nur Nusplinger Bürger und Gewerbe zum Zuge

Darum sei es nötig, das Brennholz zeitnah verkauft zu bekommen. Ziel sei nicht, das Holz zu verramschen oder gar im Wald verrotten zu lassen. Daher einigte sich das Gremium darauf, künftig zwei Termine im Holländischen Verfahren für den Brennholzverkauf anzubieten.

Beim ersten Versteigerungs-Termin sollen ausschließlich Einheimische zugelassen werden – auch gewerbliche Bieter und ohne Mengenbegrenzung. Der zweite Termin soll dann auch für Auswärtige geöffnet werden.

Die Preisobergrenze soll weiterhin bei 90 Euro liegen, die Untergrenze bleibt bei 75 Euro. Dem stimmte der Gemeinderat mehrheitlich mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung zu.