Noch liegt die Abrechnung für das Forstjahr 2025 nicht vor. 2024 wurden im Mönchweiler Wald jedoch rund 200 000 Euro erwirtschaftet.
Für 2026 rechnet Försterin Annika Bidlingmaier mit rund 56 000 Euro Gewinn, sollte nichts Unvorhersehbares geschehen. Bidlingmaier und Matthias Schupp vom Kreisforstamt in Donaueschingen gaben in der Sitzung des Gemeinderates Mönchweiler einen kurzen Jahresrückblick und einen Einblick in die Holzströme aus dem gemeindeeigenen Wald.
Vorneweg gesagt: Der Mönchweiler Wald befindet sich in einem guten Zustand. Schupp erklärte den Gemeinderäten in der letzten Sitzung des Jahres, dass es eine Freude sei, einen schönen und multifunktionellen Wald zu betreuen. Man sehe ihm an, dass er gut gepflegt werde. „Man kann die Entwicklung nur bedingt steuern, äußere Einflüsse können wir nicht immer voraussehen“.
Alles kann man nicht lenken
Beim Verkauf des geschlagenen Holzes bevorzuge man, so Schupp, heimische Holzverarbeiter. Die Verwertung verteile sich auf Bauholz, Industrieholz und Energieholz. Dabei entfallen rund 65 Prozent der Ernte auf qualitativ hochwertiges Stammholz.
Die Nachfrage nach Hackschnitzel ist stabil – hier verwende man vor allem käferbefallene Wipfel der gefällten Bäume. „Dadurch können wir die Käferpopulation besser im Zaum halten – das ist gut für die Waldgesundheit“. Annika Bidlingmaier freute sich sichtlich über das nasse Jahr 2025. „Zum einen half das den Neupflanzungen auf größeren Flächen – fast alle Pflanzen haben sich sehr gut entwickelt. Zum anderen haben wir dieses Jahr fast 50 Prozent weniger Käferbefall als in Vorjahren.“
Schlecht war das Wetter für die Holzernte – hier gab es Probleme mit dem Einschlag und dem Abtransport der Bäume.
Kinder im Wald
Bidlingmaier freute sich auch über die tollen Veranstaltungen mit Schule, Kindergarten und dem Kinderferienprogramm. Dem Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2026 folgte der Gemeinderat einstimmig. Beide Vertreter des Forstes betonten den großen Nutzen des Waldes. Nicht nur als wirtschaftlicher Faktor, sondern auch als Erholungs- und Schutzfunktion für Mensch und Tier kommt ihm eine große Bedeutung zu. Schupp unterstrich die CO2-Bindung der Bäume und rechnete für den Mönchweiler Wald mit seiner 370 Hektar großen Fläche mit einer Bindung vom rund 3700 Tonnen. Die Verursachung von CO2 bei rund 3000 Einwohnern liege im Mittel bei rund 30 000 Tonnen – laut Statistik rechnet man nämlich mit zehn Tonnen pro Kopf. Das Ziel könne nur ein klimaresilienter Wald sein – und auf den arbeite man hin.