In Meßstetten werden im Neubaugebiet „Loh 1“ Bauplätze geschaffen. Foto: Robert Günther

Das Meßstetter Neubaugebiet „Loh 1“ nimmt Gestalt an. Der Gemeinderat befasst sich mit Verkaufspreisen.

Bereits in ihrem Jahresrückblick hat die Stadtverwaltung Meßstetten von erfreulichen Fortschritten bei der Erschließung des Baugebiets „Loh 1“ berichtet. Seit Oktober 2024 rollen dort die Bagger; Platz für 19 Wohnbauplätze wird auf 1,43 Hektar geschaffen.​

 

Am kommenden Freitag, 23. Januar, befasst sich der Meßstetter Gemeinderat erneut mit dem Neubaugebiet. Konkret geht es unter anderem um die Kalkulation der Bauplatzverkaufspreise, wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht.

Die Verwaltung empfiehlt dem Gemeinderat, einen Bauplatzpreis von 115 Euro pro Quadratmeter, zu beschließen. Begründet wird der Beschlussvorschlag damit, dass Bauplätze „grundsätzlich mindestens kostendeckend veräußert werden“ sollten und der Verkaufspreis dem Bürger gegenüber vertretbar sein sollte.

Planung fällt 92 000 Euro teurer aus

Beide Kriterien sieht die Meßstetter Verwaltung beim Verkaufspreis von 115 Euro pro Quadratmeter erfüllt. Erläutert wird in der Sitzungsvorlage auch, wie der Preis zustande kommt. Dieser setzt sich aus 14 Kostenfaktoren zusammen. Darunter beispielsweise 7,74 Euro pro Quadratmeter an Planungskosten, die im Rathaus für die Ausarbeitung des Bebauungsplans sowie des Umweltberichts angefallen sind. Knapp 92.000 Euro teuer waren die Planungskosten insgesamt. Verteilt auf die Baugrundstücke mit insgesamt 11.880 Quadratmetern ergeben sich die genannten Kosten von 7,74 Euro pro Quadratmeter.

In derselben Weise informiert die Verwaltung, wie sich die weiteren Kostenbausteine für den Bauplatzverkaufspreis zusammensetzen. Unter anderem 22,68 Euro pro Quadratmeter für die Grundstücksgestehungskosten. Darunter fallen jene Kosten, die bei der Stadt für den Erwerb der Flächen in „Loh 1“ angefallen sind, die noch in ihrem Besitz waren.

Die Rechnung ergänzt sich durch Kosten für den Bau von Straßen, Fuß- und Radwegen, ausgleichende Naturschutzmaßnahmen der Kommune, Verkabelungsarbeiten, Vermessungskosten und die Freilegung von Bauland. Letztere sind nötig, weil für das Baugebiet bestehende Wasserleitungen des Zweckverbands Wasserversorgung Hohenberggruppe verlegt werden mussten. Einschließlich Abwasser-, Wasserversorgungs- und Erschließungsbeitrag ergibt sich so eine Summe von 115,02 Euro pro Quadratmeter.

Rund 115 Euro je Quadratmeter

Auf die Bauplatzbewerber kommen zusätzlich noch Kosten für die in die Grundstücke einzulegenden Anschlussleitungen von der Wasserleitung respektive zu den Kanälen hinzu, wie es in der Sitzungsvorlage weiter heißt. Pro Grundstück fallen dafür rund 7000 Euro an.

Mit dem Bauplatzverkaufspreis von 115 Euro pro Quadratmeter liegen die Kosten für Grundstücke in „Loh 1“ etwas über den Preisen für Bauplätze in anderen Meßstetter Wohngebieten. Im Wohngebiet „Wasserfuhr“ in Unterdigisheim kosten Grundstücke 85 Euro pro Quadratmeter, im Wohngebiet „Pfarrwiesen“ in Heinstetten 110 Euro pro Quadratmeter, ebenfalls zuzüglich der Kosten der Anschlussleitungen.

Beschlossen werden soll am Freitag auch, ab wann sich Interessenten für einen Bauplatz bewerben können. Laut Beschlussvorschlag sollen im Zeitraum vom 9. Februar bis 9. März Bewerbungen möglich sein.

Der Gemeinderat muss jedoch auch hierfür zunächst grünes Licht geben. Bei einer Zustimmung durch das Gremium dürfte nicht mehr allzu viel Zeit ins Land gehen, bis die ersten Häuslebauer ihren Traum vom Eigenheim im Neubaugebiet „Loh 1“ verwirklichen können.

Zu welchem Preis final? Das hat der Gemeinderat am Freitag festzulegen.