Nach dem Tod von Gemeinderätin Cornelia Müssigmann und zwei Absagen steht nun fest: Der Gemeinderat ist wieder komplett – mit Hans Meuser-Michel als Nachrücker.
Der Gemeinderat Loßburg ist wieder vollständig. In der jüngsten Sitzung verpflichtete Bürgermeister Christoph Enderle den Nachrücker Hans Meuser-Michel offiziell als neues Ratsmitglied – ein Schritt, der laut Enderle das Ende einer „längeren Odyssee“ markiert.
Auslöser war der Tod von Gemeinderätin Cornelia Müssigmann am 23. Oktober. Um die gesetzlich vorgeschriebene Mitgliederzahl wieder zu erreichen, rückt grundsätzlich die nächstfestgestellte Ersatzperson in den Gemeinderat nach – so zumindest die Theorie.
Bei der letzten Kommunalwahl am 9. Juni 2024 wurde Walter Hornbach als erster Ersatzkandidat auf dem Wahlvorschlag der Grünen Liste Loßburg festgestellt. Begeistert zeigte er sich über die Nachricht allerdings nicht. Am 19. November teilte er der Verwaltung mit, dass er das Mandat nicht annehmen werde.
Berechtigter Hinderungsgrund
Die baden-württembergische Gemeindeordnung gibt ihm dafür auch einen wichtigen Grund an die Hand – schließlich hat er das 67. Lebensjahr bereits vollendet. Somit ging die Suche nach einem neuen Gemeinderat weiter.
Die nächste Ersatzperson auf der Liste war Claus Hügel. Doch auch dieser teilte der Verwaltung, einen Tag nach Hornbach, am 20. November mit, dass er das Ehrenamt, aus den gleichen Gründen nicht annehmen werde.
Aller guten Dinge sind drei
Meuser-Michel, die dritte Ersatzperson der Grünen Liste, hatte keinerlei Ablehnungsgründe vorgebracht. Auch der Gemeinde seien keine Gründe bekannt, wieso er das Amt nicht antreten könnte. Mit einem Augenzwinkern bemerkte Enderle, man habe ihn „zum Glück überreden können“.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Nachrücker nun offiziell als Ratsmitglied verpflichtet und nahm erstmals als stimmberechtigtes Mitglied an der Sitzung teil. Damit nahm die „längere Odyssee“, wie es Enderle ausdrückte, ein zufriedenstellendes Ende.