Zum Thema Trinkwasserversorgung diskutiert der Gemeinderat. Foto: gemenacom – stock.adobe.com

Die Beteiligungsberichte von Aquavilla und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg waren Thema im Gemeinderat.

Königsfeld - Laut dem Geschäftsführer der Aquavilla, Michael Dold, stieg der Umsatz 2021 um etwa 100 000 Euro auf 3,4 Millionen Euro. Ein wesentlicher Faktor für das Minus von 40 500 Euro war, dass die Personalkosten von 1,22 auf 1,45 Millionen Euro stiegen. Materialausgaben stiegen von knapp 1,65 auf 1,68 Millionen Euro. Aktuell verzeichnet die Aquavilla ein kleines Plus. Ob man am Jahresende ein positives Ergebnis erreichen wird, hängt unter anderem von Preissteigerungen und Materialverfügbarkeit ab.

"Noch nicht richtig verstoffwechselt" sind der Umzug und die Personalaufstockung mit Ingenieuren, so Dold auf Nachfrage von Thomas Fiehn. Vergrößern werde sich das Lager, da wichtige Artikel vorhanden sein müssten. Man sei guten Mutes, 2023 wieder in die Spur zu kommen, so Dold.

Laut Bürgermeister Fritz Link wurde bei den Personalkosten gegengesteuert. Zum ersten Januar 2020 kam die Gemeinde Unterkirnach dazu, der neue Ingenieur sei "sehr produktiv".

Öffentliche Wasserversorgung steht zunächst im Vordergrund

Auf Nachfrage von Link erklärte Dold, dass das Geschäftsfeld der Eigenwasserversorgung großes Potenzial bietet, sich die Aquavilla aber zunächst dem Kerngeschäft der öffentlichen Wasserversorgung widmen muss. Aktuell habe man, ähnlich wie im Trockenjahr 2018, mit Herausforderungen hinsichtlich der Schüttung von Quellen zu kämpfen, sei dafür aber gut aufgestellt und gerüstet. Verstärkt in Anspruch genommen werde, Wasser per Feuerwehr heranzufahren. Link wies darauf hin, dass Königsfeld dank Tiefbrunnen nicht betroffen und das Wasserdargebot ausreichend sei.

Die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Henriette Stanley, sprach von einer "geordneten Finanzsituation". Ein Fehlbetrag werde über Rücklagen finanziert. In Aussicht gestellt sei eine über 2023 hinausgehende Förderung des "Welcome Center". Das war laut Link auch bei einem Infocafé für Flüchtlinge vertreten. Nicht ganz glücklich gewesen sei die Personalsituation mit mehreren Wechseln und Einarbeitungen, was zu höheren Kosten geführt habe, so Stanley. In Sachen Standortmarketing wird unter anderem auf Messen die Regionenmarke beworben. Extrem viel unterwegs sei man mit einem Infomobil.