Die neue Richtlinie sorgt dafür, dass die Stadt bei Sport, Musik oder Narretei mehr unterstützen kann. In manchen Bereichen verdoppelt sich der Betrag.
„Bei Vereinen ist es wie mit einem Eisberg – man sieht nur die Spitze, aber nicht, was alles dahintersteckt“, zieht Hartmut Walter, Amtsleiter Hauptamt, im Gemeinderat einen anschaulichen Vergleich.
Und da die bisherigen Richtlinie zur Vereinsförderung auch gut zwei Jahrzehnte als sind, wolle man diese nun erneuern. So steigen zum einen die Zuschüsse der Stadt bei Vereinsjubiläen. Bei 25 Jahren sind dies 50 Euro und bei 50 Jahren 75 Euro. Vereine, die ihr 75. Jubiläum feiern, erhalten 100 Euro und beim Hundertjährigen schließlich 125 Euro. Für alle 25 weitere Jahre gibt es dann auch jeweils 25 Euro aus der Stadtkasse.
Zuschuss bei Investitionen
Somit werden die Sätze also verdoppelt. Der höhere Satz gilt auch für Vereine, die in diesem Jahr schon ihr Jubiläum gefeiert haben.
Verdoppelt wird auch der Förderzuschuss bei Investitionen. Betrug dieser bis jetzt zehn Prozent, unterstützt die Kommune ihre Vereine nun mit 20 Prozent. „Das kann eine neue Flutlichtanlage oder auch die Kinderhäs der Narrenzunft sein“, nennt Walter Beispiele. Was hingegen nicht bezuschusst würde, seien Flugzeuge oder Essen und Trinken.
20 Prozent beim Sportheim
Auch werden die Bewässerungskosten bei Sportplätzen in Höhe von 40 Prozent übernommen. Von diesem „Geldregen“ profitieren die Plätze in Holzhausen, Fischingen, Dürrenmettstetten und Bergfelden.
Darüber hinaus werden die Barzuschüsse für Vereine mit eigenem Sportheim mit sportlich genutztem Bereich, also etwa Duschen oder Umkleiden, verbrauchsbezogen ermittelt und mit 20 Prozent bezuschusst.
Auch Einzelbeschlüsse möglich
Diese Förderung wird jedoch pro Jahr und Verein auf 1000 Euro begrenzt. Allerdings sind bei besonderen Sachverhalten auch Einzelbeschlüsse des Gemeinderats oder des Verwaltungsausschusses möglich, so dass es zu Zuschüssen über die Förderrichtlinie hinaus kommen kann.
„Viele Vereine kennen die Möglichkeiten der Vereinsförderung gar nicht“, gibt Tobias Nübel (CDU) zu bedenken. Er hoffe, dass zahlreiche Vorstände die aktualisierte Richtlinie aufgriffen und nutzten.
Der Zustimmung zum Beschluss erfolgte einstimmig.