Die Gemeinde Straßberg bietet seit Jahren eine Jugendarbeit durch das Haus Nazareth an. Über die Aktivitäten 2025 wurde der Gemeinderat jetzt informiert.
Die Zahlen in der Jugendarbeit steigen seit einigen Jahren kontinuierlich an und haben die einst anvisierte Obergrenze von 36 Kindern längst überschritten. Begonnen wurde im Januar 2008. Das Haus Nazareth übernahm die Betreuung der Jugendarbeit im Bahnhof und ein Jahr später die Ferienbetreuung für Grundschüler. 2009 wurde ihnen die Betreuung der „verlässlichen Grundschule“ übertragen. Mit dieser ist sichergestellt, dass die Schüler täglich von 7 bis 14 Uhr betreut werden.
Seit September 2013 gibt es zusätzlich die „erweiterte verlässliche Grundschule“. Hier wird eine Betreuungszeit von 7 bis 17 Uhr und freitags von 7 bis 14 Uhr angeboten. Die Betreuungszahlen haben mit 50 Schülerinnen und Schülern seit zwei Schuljahren die Höchstgrenze erreicht. Am Mittagessen nehmen täglich 20 bis 30 Kinder in zwei Gruppen teil. Matthias Mühr, Referatsleiter beim Haus Nazareth, Melina Miksch, staatlich anerkannte Jugend- und Heimerzieherin, und Jonas Fürgut waren am Dienstagabend in die Sitzung des Gemeinderats gekommen.
Die offene Stelle ist jetzt besetzt
Miksch und Fürgut stellten ausführlich die Aktivitäten und den Verlauf im Jahr 2025 vor. Personalbedingt musste die Schulsozialarbeit im Schuljahr 2024/2025 leiden. Für das Schuljahr 2025/2026 sei es gelungen, die offene Stelle zu besetzen. Jonas Fürgut ist seit vergangenem Dezember dafür in Straßberg zuständig. Aus seiner Sicht sei es wichtig, diese wieder aufzubauen, wozu auch die pädagogische Gruppenarbeit mit Klassen und Kleingruppen gehöre. Das Angebot der Schulsozialarbeit, das das Team als ein wichtiges Feld sieht, ist freiwillig und kostenlos, die Beratungen sind vertraulich. Der Bedarf der Schulsozialarbeit, auch zur Stärkung der Klassengemeinschaften, sei weiter hoch.
Melina Miksch ging auf die Betreuungszeiten sowie Angebote und Projekte ein. Vor allem die Sommerferienbetreuung erfreue sich bei den Kindern großer Beliebtheit. „Eltern geben regelmäßig ein positives Feedback und schätzen das abwechslungsreiche Programm, das Kreativangebote, sportliche Aktivitäten, Spiele, Experimente und weitere spannende Aktionen umfasst“, so die Leiterin.
Ferien sinnvoll und mit Freude verbringen
So könnten die Kinder ihre Ferien sinnvoll und mit Freude verbringen. Die Betreuung in Straßberg ist durch verschiedene Strukturen und Angebote geprägt, die den Kindern vielseitige Lern- und Erlebnismöglichkeiten bieten. Als zentralen Aspekt nannte Melina Miksch die enge Vernetzung mit Vereinen und lokalen Einrichtungen, die praxisnahe und erlebnisorientierte Angebote ermöglicht. So konnten die Kinder im Rahmen der Sommerferienbetreuung zum Thema „Die vier Elemente“ beim Themenblock „Feuer“ die Freiwillige Feuerwehr kennenlernen.
Zu der offenen Kinder- und Jugendarbeit gehört auch der Kidstreff als Angebot für Schüler und Schülerinnen der zweiten und dritten Klasse. Dieser findet zwischenzeitlich mittwochs mit festem Programm, welches vorab an die Eltern ausgegeben werde, statt. „Das Haus ist praktisch voll“, informierte Melina Miksch. Was ebenso auf den Jugendtreff am Donnerstag von 16 bis 19 Uhr für Schüler ab der Klasse 5 im Bahnhof zutreffe.
Kosten liegen bei rund 190 800 Euro
„Dies zeigt, wie vorbildlich unsere Jugendarbeit ist. Mit dieser und mit der Schulsozialarbeit sind wir seit Jahren anderen Gemeinden weit voraus“, so Bürgermeister Markus Zeiser. Er informierte den Rat über die Kosten der Jugendarbeit. Die lagen für die Betreuung der verlässlichen Grundschule (mit erweiterter verlässlicher Grundschule und Schulsozialarbeit) im Jahr 2025 bei rund 190 800 Euro. Die Gemeinde erhielt insgesamt rund 45 200 Euro Zuschüsse und rund 31 700 Euro Elternbeiträge.