Der Rathausplatz in Schramberg ist demnächst wieder Thema im Gemeinderat. Foto: Dold

Die Umgestaltung des seitlichen Rathausplatzes ist bald wieder Thema im Gemeinderat. Die Maßnahme r teils förderfähig und soll das Rathausumfeld nachhaltig aufwerten.

Das Rathausumfeld ist Bestandteil des Sanierungsgebiets „Sängerstraße – Am Brestenberg“. Dadurch könnten Teile der Umbaukosten des Platzes gefördert werden. Allerdings, so erklärt Carolin Münch von der Abteilung Stadtplanung in der Beschlussvorlage, eilt das Projekt auch so langsam, weil das Sanierungsgebiet schon mehrfach verlängert wurde und Ende April 2027 wohl endgültig abläuft.

 

Überarbeitete Planungen aus Kostengründen

Das Büro faktorgruen aus Rottweil hat bereits Ende 2024 erste Varianten der Umgestaltung vorgestellt. Mit Blick auf die Kosten, so beschloss der Gemeinderat, sollte eine Variante davon überarbeitet werden. Auf das ursprünglich vorgesehene Nebelfeld, eine Beleuchtung von Sitzstufen oder einen Spielpunkt wurde daraufhin verzichtet. Zudem wurden die Pläne hinsichtlich einer Rettungszufahrt während Veranstaltungen optimiert – anhand schmaler Rasenabschnitte möchte die Stadt zudem einer Forderung des Umweltbeirats nach maximaler Begrünung und besserem Regenwassermanagement nachkommen.

Die Planung, heißt es in der Vorlage weiter, zeichnet sich nach wie vor durch eine Strukturierung des Raums „mit Schaffung von schattigen Sitzgelegenheiten durch großzügige Baumpflanzungen aus“. Das natürliche Gefälle werde durch Sitzstufen und Versickerungsbeete aufgegriffen.

Kosten belaufen sich auf rund 460 000 Euro

Die Kostenschätzung beträgt nun rund 460 000 Euro, nach ihrer aktuellen Rechnung müsste die Stadt nach Abzug der Förderung etwa 304 000 Euro selbst zahlen. Die Neugestaltung, lautet das Fazit der Stadt, werte das Rathausumfeld deutlich auf und erhöhe nachhaltig die „derzeit mangelnde Aufenthaltsqualität“.

Es werde eine Kontrastfläche zu den dortigen Freiflächen geschaffen, die schattige Plätze und Sitzgelegenheiten bietet.

Mehr Grün und weniger Versiegelung

Die Höhenverhältnisse würden in der Planung integriert, die Versiegelung möglichst gering gehalten. Hinzu kommt: Das neue Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz sehe vor, dass Kommunen künftig ein Klimawandelanpassungskonzept erstellen müssen.

Ein Thema, das die städtische Klimaschutzmanagerin demnächst im Gemeinderat vorstellen wird. Vor diesem Hintergrund und dem ebenfalls zu erstellenden Hitzeschutzplan seien die Pläne aufgrund der Baumpflanzungen sicherlich hilfreich, argumentiert die Verwaltung.

Der Ausschuss für Umwelt und Technik wird über die Pläne am kommenden Donnerstag, 13. November beraten – der Gemeinderat soll eine Woche darauf die Entscheidung zur Neugestaltung des Platzes treffen.