Trotz leicht sinkender Gewinne trägt der Schömberger Forst weiter spürbar zum Stadthaushalt bei.
Bei klammen Kassen vielerorts sind gute Nachrichten in Sachen Finanzen besonders willkommen. Schömbergs Revierförster Elmar Maier konnte solche überbringen – in Form des Waldhaushalts.
Zum einen berichtete er über das laufende Jahr, das zunächst wenig erfreulich begann. Das Frühjahr sei zu trocken gewesen, wodurch eine hohe Käferpopulation zu erwarten war. Glücklicherweise habe sich das zweite Halbjahr in puncto Temperatur und Niederschlag deutlich günstiger entwickelt, so Maier.
Insgesamt wurden 5540 Festmeter Holz eingeschlagen – 84 Prozent davon planmäßig, 16 Prozent aufgrund von Sturm-, Käfer- oder Pilzbefall. Daraus ergaben sich Einnahmen von 430 000 Euro und Aufwendungen von 306 000Euro.
Etwa drei Hektar werden neubepflanzt
Für das kommende Jahr sind 5100 Festmeter zur Entnahme vorgesehen, vor allem aus den Distrikten Obere Säge, Hinteres Palmbühl und Wittau. Im Bereich Palmbühl sollen auf 0,6 Hektar Eichen und Linden sowie auf 2,5 Hektar Weißtannen und Buchen neu gepflanzt werden. Weitere 100 Weißtannen sind für Nachpflanzungen eingeplant.
Den prognostizierten Erträgen von 420 000 Euro im Jahr 2026 stehen Aufwendungen von 307 000 Euro gegenüber – es wird also mit einem Gewinn von 113 000 Euro gerechnet. Die Ausgaben umfassen unter anderem die Kosten für Holzernte, Kulturen, Waldschutz, Bestandspflege und die Instandsetzung der Waldwege.
Zustand der Waldwege interessiert Gemeinderat
Im Anschluss stand Maier den Mitgliedern des Gemeinderats für Fragen zur Verfügung. Gemeinderat Heiko Gerstenberger erkundigte sich nach dem Zustand der Waldwege im Schörzinger Stadtteil nach den jüngsten Holzarbeiten. Maier erklärte, dass die Wege bereits wieder instand gesetzt seien – dies passiere normalerweise immer nach dem Hieb und wenn alle Arbeiten abgeschlossen seien.
Auch wenn das geplante Ergebnis für 2026 etwas geringer ausfällt als das für 2025 – hier wird mit 124 000 Euro Gewinn gerechnet – bleibe die Waldwirtschaft ein wichtiger Ertragsbringer für den städtischen Haushalt, betonte die Verwaltung. Der Gemeinderat stimmte dem Waldwirtschaftsplan 2026 einstimmig zu; er wird in den Haushalt des kommenden Jahres aufgenommen.