Der Gemeinderat hat in Oberreichenbach den Haushaltsplan sowie den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes verabschiedet.
Trotz des überragenden Ergebnisses mahnte Bürgermeister Johannes Schaible „dass auch wir in den kommenden Jahren unter die Wasseroberfläche gedrückt werden“. Gemeindekämmerer Benjamin Wick legte nochmals das positive ordentliche Ergebnis von 137 701 Euro dar und fügte an, dass es absolut keine Veränderung zum Entwurf gebe.
Haushalt kann noch ausgeglichen werden
Die ordentlichen Erträge betragen 9 371 801 Millionen Euro, die Aufwendungen liegen bei 9 234 100 Millionen Euro.
Damit ist die Gemeinde Oberreichenbach eine der wenigen Kommunen welche den Haushalt noch ausgleichen kann. Als Erfolgsschlüssel des Haushaltsausgleichs kristallisierte sich laut Wick eine solide Haushaltspolitik, sowie die gesunkenen ordentlichen Aufwendungen, insbesondere die Transferaufwendungen (Kreisumlage, FAG-Umlage und Zuschüsse), die sich gegenüber dem Vorjahr um knapp eineinhalb Millionen Euro reduziert haben, sowie die höhere Finanzausgleichsumlage (FAG) Zuweisungen, die im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,2 Millionen Euro gestiegen sind, heraus.
Zudem bleibe Oberreichenbach ohne eine neue Kreditaufnahme handlungsfähig, obwohl die Personal- und Sachkosten und die Investitionen auf 8,7 Millionen Euro angewachsen sind.
Schuldenstand liegt bei 27,18 Euro pro Einwohner
Der Schuldenstand des Kernhaushalts beträgt zum Jahresende voraussichtlich 82 504 Euro. Das entspricht lediglich 27,18 Euro pro Einwohner (zu Jahresbeginn noch 41,53 Euro pro Einwohner). Zum Vergleich: Der durchschnittliche Schuldenstand je Einwohner in Baden-Württemberg liegt bei rund 4400 Euro. Ebenso vielversprechend fällt der Erfolgsplan des Eigenbetriebes Wasserversorgung aus. Ein Plus von 26 200 Euro spült es bis Jahresende in die Kassen. Im Vorjahr 2025 waren es lediglich 14 600 Euro.
Dieser Überschuss stellt die Eigenkapitalverzinsung dar und verbleibt zur Abdeckung von eventuellen Verlusten in späteren Jahren im Eigenbetrieb. Joachim Pfeiffle von den freien Wählern freute sich, dass sich die Gemeinde den einen oder anderen Luxus, wie zum Beispiel das Bürgerauto oder auch in sämtlichen Ortsteilen die Kindertagesstätten, leisten könne, verwies aber auch zugleich „Wir haben für die Zukunft eine große Verpflichtung“.