Im Rathaus in Meßstetten wurde über die Kosten des Klowagens diskutiert. Foto: Amelie Schröer

Im Gemeinderat war die Nutzordnung des Toilettenwagens Thema.

Die Vorgeschichte zu diesem Tagesordnungspunkt im Gemeinderat ist lang. Schon im Jahr 2023 hatte das Gremium angeregt, dass die Stadt doch einen Toilettenwagen für die Benutzung durch Vereine anschaffen könnte.

 

Das ist nun längst geschehen, schon beim ein oder anderen städtischen Fest war der Wagen im Einsatz. Jetzt ging es um die Benutzungsordnung für die Vereine. Die können das mobile und barrierefreie Toilettenhäuschen für eigene Veranstaltungen bekommen.

Überlassen wird der Wagen zwar kostenfrei, jedoch entfällt eine einmalige Gebühr für den Anschluss durch den Bauhof. Kalkuliert sind hierfür 714 Euro.

Einigen Stadträten zu teuer

Das war einigen Stadträten dann zu teuer. Matthias Schwarz unkte: „Ich glaube nicht, dass sich ein Verein für dieses Geld einen Toilettenwagen für einen Tag holt.“ Aber man könne es ja mal ausprobieren. Auch Jürgen Marienfeld empfand den Preis als zu hoch.

Die Verwaltung, so erklärte dann Bürgermeister Frank Schroft, habe „da keine Aktien drin“ und nur gerechnet, politisch müsse jetzt das Gremium entscheiden, ob man hier bezuschussen wolle oder nicht.

Am Ende einigte man sich darauf, es zunächst einmal für ein Jahr zu versuchen und dann zu prüfen. „Die Praxis wird es zeigen“, erklärte Schroft abschließend. Der Gemeinderat stimmte daraufhin der Benutzungsordnung bei drei Gegenstimmen zu.