Die Anschaffung eines Kommandowagens für die Freiwillige Feuerwehr hat der Höfener Gemeinderat einstimmig beschlossen. Foto: Bernd Helbig

Feuerwehrthemen dominieren die Höfener Ratssitzung – doch auch der Transport von Teilen für Windkrafträder und ein neuer WhatsApp-Kanal sind Themen.

Vorwiegend über Feuerwehrthemen haben die Höfener Gemeinderäte in der Sitzung vom vergangenen Montag beraten. So genehmigte das Gremium eine Erhöhung der Entschädigung, die Feuerwehrleute für ihre Einsätze erhalten, von 10 auf 14 Euro je Stunde. Für die Gemeinde entstehen so Mehrkosten von rund 3000 Euro pro Jahr. Die Satzungsänderung wurde einstimmig beschlossen.

 

Kosten neu kalkuliert

Ebenso wurde der Kostenaufwand für Einsätze der Feuerwehr neu kalkuliert. Grundsätzlich sind die Leistungen der Feuerwehr zwar unentgeltlich, jedoch bei vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführten Schäden sowie bei Verkehrsunfällen, bei Brandverhütung oder Feuersicherheitsdiensten, kann die Gemeinde Kostenersatz verlangen. Wie Kämmerin Lena Rehklau erläuterte, ergibt die Kalkulation 6,82 Euro als ansatzfähige Kosten. Zusammen mit der Entschädigung von 14 Euro je Stunde, beträgt der Kostensatz, den die Gemeinde in Rechnung stellen kann, demnach 20,82 Euro je Einsatzstunde.

Ein neues Fahrzeug

Drittes Feuerwehrthema war die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs. Aufgrund des aktuellen Fahrzeugbestandes müssen nachrückende Einsatzkräfte mit ihrem Privat-PKW zur Einsatzstelle fahren. Um dies zukünftig zu verhindern, wurde ein Mehrzweckfahrzeug angeschafft, das die Aufgabe eines Kommandowagens übernehmen soll und auch für den Materialtransport geeignet ist. Wie Kommandant Thomas Braune berichtete, hat die Feuerwehr schon ein gebrauchtes Notarztfahrzeug Typ Mercedes Vito für 25 000 Euro gekauft. Hinzu kommt noch der Digitalfunk mit rund 2000 Euro, sowie zwei tragbare Digitalfunkgeräte für 3490 Euro, sowie 2000 Euro für die Folierung des Fahrzeugs. Insgesamt sind das 32 500 Euro.

Haushaltsmittel stehen für das Jahr 2025 nicht zur Verfügung, jedoch können die Kosten durch Minderausgaben bei der Rathaussanierung gedeckt werden. Das Gremium genehmigte die außerplanmäßige Ausgabe.

Windkraft, Bauen und mehr

Unter Bekanntgaben kündigte Bürgermeister Heiko Stieringer an, dass im Zeitraum vom 15. Dezember bis zum 14. März Schwertransporte mit 24 jeweils 73 Meter langen Rotorflügeln für Windkraftanlagen durch Höfen rollen werden. Der Kreisverkehr sei für diesen Zweck schon mit Platten abgedeckt worden. Die Transporte werden nachts stattfinden. „Nach dem 14. März muss das aber auch durch sein, weil Ende März der Kreisverkehr neu gestaltet ist“, forderte Stieringer.

Aus nichtöffentlicher Sitzung berichtete der Bürgermeister, das projektierte Baugebiet „Am Hengstberg“ sei aus dem Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft oberes Enztal herausgenommen worden. Das bedeute jedoch nicht, dass dieses Baugebiet „gestorben“ sei, es werde aber zurückgestellt, weil die Gemeinde diese Flächen im Moment nicht benötige.

Höfen hat einen WhatsApp-Kanal

Weiter machte Stieringer darauf aufmerksam, dass Höfen jetzt auch einen WhatsApp-Kanal eingerichtet hat, über den Mitteilungen der Gemeinde auf das Smartphone gesendet werden können. Schon am ersten Tag hätten sich 90 Nutzer angemeldet. Es gibt offizielle Infos aus erster Hand, aktuelles aus dem Ort aber keine Gruppen und keine Chats.

Ein Jahr ohne Sterne

Warum in der Liebenzeller Straße dieses Jahr keine Weihnachtssterne strahlen, erläuterte Bauamtsleiter Marko Hübner: an den neuen Laternenmasten der LED-Beleuchtung fehlen noch die Halterungen für die Weihnachtssterne. Zudem müssen zehn Sterne elektrisch umgerüstet werden. Weil das Personal im Bauhof knapp sei, habe es dieses Jahr nicht gereicht, aber im nächsten Jahr sollen die Weihnachtssterne in der Liebenzeller Straße wieder erstrahlen, versprach Hübner.

Am Montag, 15. Dezember, um 18 Uhr tagt das Gremium zum letzten Mal in diesem Jahr. Auf der Agenda steht unter anderem der Forstplan.