In der Vorstadtstraße 53 soll ein Mehrfamilienhaus mit zwei Gewerbeeinheiten entstehen. Foto: Holzäpfel

Planer Florian Hofmann hat in der Sitzung des Gemeinderats die ersten Entwürfe für ein großes Bauprojekt in der Geislinger Ortsmitte vorgestellt.

Es ist ein weiteres Puzzlestück des Geislinger Stadtentwicklungskonzepts: Die Neugestaltung und Sanierung der Vorstadtstraße beschäftigt die Ratsmitglieder in Geislingen bereits seit rund drei Jahren. Nun werden die Planungen für das Gebäude in der Vorstadtstraße 53 zunehmend konkret. Mit moderner Optik, begrüntem Flachdach und großen Fensterflächen soll der Neubau künftig zur Aufwertung der Ortsmitte beitragen und einen städtebaulichen Akzent setzen.

 

„Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters“, sagte Planer Florian Hofmann zu Beginn seiner Präsentation in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend. Er selbst sei jedoch überzeugt, dass sich das geplante Mehrfamilienhaus gut in das bestehende Stadtbild einfüge. Ziel sei es, einen zeitgemäßen Bau zu schaffen, der sowohl funktional als auch architektonisch einen Mehrwert für das Quartier biete. Den Ratsmitgliedern sowie rund 40 Zuhörerinnen und Zuhörern stellte Hofmann den aktuellen Stand des Projekts vor. Eine aufwendige 3D-Animation gebe es zwar noch nicht, merkte er mit einem Schmunzeln an, doch zumindest eine erste Visualisierung habe er mitgebracht, die einen Eindruck vom späteren Erscheinungsbild vermittle.

23 Wohnungen entstehen auf vier Etagen

Ursprünglich sei ein Gebäude mit fünf Stockwerken vorgesehen gewesen. Nach intensiven Beratungen und Anpassungen sei die Planung jedoch reduziert worden. Nun sollen auf vier Etagen insgesamt 23 Wohnungen entstehen. Im Erdgeschoss ist der Einzug einer Arztpraxis vorgesehen. Für eine weitere Gewerbeeinheit gebe es ebenfalls konkrete Überlegungen – „auch etwas in Richtung Gesundheitsbereich“, schickte Hofmann vorweg. Details wollte er zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht nennen. Grundsätzlich sei auch im ersten Obergeschoss eine zusätzliche gewerbliche Nutzung denkbar, aktuell gehe man jedoch davon aus, dass der Bedarf an Wohnraum deutlich größer sei. Ursprünglich war vorgesehen, dass ein Pflegedienst im Erdgeschoss untergebracht wird. Diese Pläne hätten sich allerdings zerschlagen, erklärte Hofmann. Als Grund nannte er lediglich „größere Hindernisse“. Unabhängig davon liege der Schwerpunkt des Bauprojekts weiterhin klar auf altersgerechtem Wohnen.

So wird das Gebäude mit einem Aufzug ausgestattet, alle Wohnungen sind barrierefrei geplant. Breite Türen, schwellenlose Übergänge und gut nutzbare Grundrisse sollen insbesondere älteren Menschen ein selbstständiges Wohnen im Stadtzentrum ermöglichen. Damit reagiere man auch auf den demografischen Wandel und den steigenden Bedarf an entsprechenden Wohnformen.

Auch auf das Thema Parken ging der Planungsbeauftragte ein. Teil des Entwurfs ist eine Tiefgarage mit 17 KFZ-Stellplätzen. Zusätzlich sollen im Außenbereich weitere 15 Stellplätze entstehen. Damit wolle man sowohl den Bedürfnissen der künftigen Bewohner als auch der Gewerbenutzer Rechnung tragen und zugleich den Parkdruck im Umfeld begrenzen.

Bürgermeister Oliver Schmid bemerkte: Der geplante Neubau sei modern, gut durchdacht und werde sich ins Stadtbild einfügen, so seine Überzeugung. Wann mit dem Baubeginn zu rechnen ist, bleibt abzuwarten. Mit der Zustimmung zum Baugesuch setzt der Gemeinderat jedoch ein weiteres Signal für die Entwicklung der Ortsmitte. Nun folgt das Genehmigungsverfahren. Erst nach dessen Abschluss können Florian Hofmann und sein Team den Neubau realisieren.