Im Gemeinderat Egenhausen ging es unter anderem um die Sanierung der Grundschule, die Beleuchtung in der Silberdistelhalle und die Aufnahme von Geflüchteten.
In der Gemeinderatssitzung Egenhausen konnte eine freudige Nachricht verkündet werden: Der Schulbetrieb im Ersatzgebäude in der Spielberger Straße hat nach den Faschingsferien planmäßig begonnen.
Bürgermeister Sven Holder dankte allen Beteiligten für das absolute Meisterwerk, den Umbau und Umzug innerhalb weniger Wochen zu schaffen, berichtet die Gemeinde. Holder war beeindruckt, wie liebevoll und detailreich die Räume gestaltet worden sind – „Willkommensschilder, eine super eingerichtete Pausenhalle und vieles mehr“. Nun könne mit den Bauarbeiten in der Grundschule planmäßig begonnen werden.
Rohbauarbeiten für die Schule vergeben
Der Gemeinderat hat in der Sitzung als weiteres Gewerk die Rohbauarbeiten vergeben. Erfreulich sei, dass die günstigste Firma Bräuning aus Altensteig-Walddorf unter dem Kostenvoranschlag gelegen ist.
Auch bei der Planung des neuen Bürgerhauses mit Feuerwehr, Dorfgemeinschaftsraum und Arztpraxis geht es voran. Um weiter planen zu können, hat der Gemeinderat die Aufträge an die Fachplaner für Tragwerksplanung, Elektrotechnik, Heizung/Sanitär und für die Außenanlagen an den jeweils günstigsten Bieter vergeben.
Silberdistelhallen-Beleuchtung im Fokus
Aus der Mitte des Gremiums wurde die mangelhafte Beleuchtungsanlage in der Silberdistelhalle angesprochen. Bürgermeister Holder sagte, dass die Missstände bekannt seien und eine Kompletterneuerung der Hallenbeleuchtung in diesem Jahr vorgesehen sei. Deshalb lohne es sich jetzt nicht, die alte noch zu reparieren. Man warte jedoch noch auf die Gewährung des Zuschusses, so dass er um Verständnis und Geduld bat.
Werbeschilder an der Chaussee
Außerdem wurde im Gremium angesprochen, ob es für das Ortsbild zuträglich sei, dass sich die Werbeschilder an der Chaussee mehr und mehr häufen. Bürgermeister Holder gab dies zur Diskussion frei, wobei klar ist, dass bei Wahlen allen Parteien die gleiche Möglichkeit eingeräumt werden muss. Ein Mittel zur Eindämmung sei u.a., die Gebühren für die Werbetafeln zu erhöhen.
Zum Abschluss wurde bekanntgegeben, - dass die Umstellung auf das elektronische Schließsystem in der Silberdistelhalle derzeit im Gange sei und noch vor Ostern eine Information der Nutzer vorgesehen ist.
Zudem habe sich die Flüchtlingssituation deutlich entspannt hat und die Gemeinde sich derzeit bei ihrer Aufnahmequote im Plus befindet. Es konnte vor kurzem sogar eine privat angemietete Wohnung zurückgegeben werden, da sie für die Flüchtlingsunterbringung nicht mehr gebraucht werde.
Gedenken an das Leid durch den Ukraine-Krieg
Ein weltpolitisches Thema, das direkt mit Flucht verknüpft ist, fand ebenfalls Raum im Gemeinderat: Mit einer Gedenkminute zum vierten Jahrestag des Beginns des Ukraine-Krieges. „Vier Jahre, in denen unermessliches Leid über Millionen Menschen gekommen ist. Vier Jahre, in denen Städte zerstört wurden, Familien getrennt wurden und Menschen ihre Heimat verloren haben“, heißt es in der Mitteilung.
Holder sagte, dass dieser Jahrestag uns bewusst mache, wie zerbrechlich Frieden ist und dass Freiheit, Demokratie und das Recht auf ein Leben in Sicherheit keine Selbstverständlichkeit sind, sondern Werte, die wir jeden Tag schützen und leben müssen: „Auch wir hier vor Ort spüren die Folgen dieses Krieges. Menschen haben bei uns Schutz gesucht, und viele Bürgerinnen und Bürger aus unserer Gemeinde haben Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Zusammenhalt gezeigt. Das ist ein starkes Zeichen unserer Gemeinschaft.“