In Deißlingen hat die Glühbirne ausgedient – dank LED-Beleuchtung ist der Verbrauch massiv gesunken. Foto: Farknot Architect - stock.adobe.

Das Integrationsmanagement und die Energie standen in Deißlingen auf der Tagesordnung. Besonders beim Strom ging es nach oben – trotz LED-Technik.

Im Fokus der Beratung stand die Bilanz des Integrationsmanagements sowie die Vorstellung des kommunalen 2025er-Energieberichts.

 

Der Bericht über die seitherige Tätigkeit und die künftige Ausgestaltung des Integrationsmanagements nahm einen wesentlichen Teil der Sitzung ein.

Die Präsentation der Arbeit übernahm das Team der Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten (LFA), vertreten durch Martina Schneider, Mirjam Rühlke und Mattis Heidger. Seit dem Jahr 2021 ist die Stiftung mit dieser Aufgabe betraut, die zuvor durch eigenes Personal der Gemeinde geleistet wurde.

Ein Einsparpotential?

Bürgermeister Ralf Ulbrich erläuterte, dass das Thema im Zuge der Haushaltsberatungen 2026 zwar als mögliches Einsparpotenzial angesprochen wurde, betonte jedoch gleichzeitig die Bedeutung dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf etwa 80.000 Euro, wovon rund 47.000 Euro durch Förderungen gedeckt werden. Das Team berichtete von einer komplexen Betreuungssituation, die weit über die reine Arbeitsvermittlung hinausgeht.

Zu den Schwerpunkten gehören neben Sprachförderung und Hilfe bei der Wohnungssuche auch sensible Bereiche wie Kinderschutz, Krisenintervention und die Unterstützung traumatisierter Personen.

Als Erfolg wurde hervorgehoben, dass fast alle arbeitsfähigen Geflüchteten in Deißlingen bereits in Arbeit, Ausbildung oder Deutschkurse vermittelt werden konnten.

Nein – keine Abstriche

Beeindruckt von der dargelegten Leistung und der Bedeutung für den sozialen Frieden in der Gemeinde, beschloss der Gemeinderat einstimmig die Fortsetzung des Programms ohne jegliche Abstriche.

Im Anschluss folgte die Vorstellung des Energieberichts durch Max Hugger, der den Verbrauch von etwa 80 Prozent der kommunalen Gebäude sowie der Straßenbeleuchtung analysiert hatte.

Gemische Energie-Bilanz

Mithilfe eines neuen Management-Systems werden die Daten monatlich erfasst, um bei Abweichungen schnell gegensteuern zu können.

Die Bilanz fiel gemischt aus: Während der wetterbereinigte Wärmeverbrauch im Vergleich zum Basisjahr 2023 um 3,73 Prozent sank und beim Wasserverbrauch ein Rückgang um 6,71 Prozent verzeichnet wurde, stieg der Stromverbrauch deutlich um 59,66 Prozent an.

Ein bemerkenswerter Erfolg zeigt sich hingegen bei der Straßenbeleuchtung: Durch die kontinuierliche Umrüstung auf LED-Technik konnte der Verbrauch von rund 387.000 kWh im Jahr 2015 auf etwa 66.000 kWh im Jahr 2025 gesenkt werden.

Der Bericht dient der Gemeinde als wichtige Grundlage, um künftige Sanierungsmaßnahmen und Einstellungsveränderungen gezielt planen und umsetzen zu können.