Die geplante Photovoltaikanlage in Brigachtal wächst von 13 auf 21 Hektar. Der Gemeinderat stimmt zu – doch nicht alle sehen die Erweiterung der Energiefläche ohne Vorbehalte.
Die PV-Freiflächenanlage war Thema in der vergangenen Gemeinderatssitzung, wobei es auch um die Erweiterung der Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage von 13 Hektar auf 21 Hektar ging.
Der Gemeinderat stimmte der Erweiterung der Fläche, auf der die Naturenergie Hochrhein AG die Anlage errichten will, zu. Hauptamtsleiter Martin Weißhaar erklärte, dass eine Anlage in dieser Größenordnung der Aufstellung eines Bebauungsplanes durch die Gemeinde bedürfe, parallel sollte der Flächennutzungsplan über die Verwaltungsgemeinschaft Villingen-Schwenningen geändert werden.
Der Gemeinderat hat in der öffentlichen Sitzung am 18. Februar 2025 der im Vorfeld erstellten Standortpotenzialanalyse des Projektleiters Albert Vonnier von der Naturenergie Hochrhein AG zugestimmt. Da ging es noch um eine Fläche von 13 Hektar, die maximale Fläche sollte 15 Hektar sein.
Vonnier stellte in der Sitzung seinen Wunsch nach Erweiterung der Fläche vor. Im Zuge der weiteren Planungen habe sich für die Naturenergie Hochrhein die Möglichkeit ergeben, die Anlage mit Einbeziehung des direkt südlich angrenzenden landwirtschaftlichen Grundstücks um circa acht Hektar zu erweitern, wonach die Gesamtfläche 21 Hektar betrage.
Die nächsten Schritte des Projekts
Als Wertschöpfung nannte Vonnier die finanzielle Beteiligung der Gemeinde gemäß des Paragrafen sechs der EEG Gewerbesteuer, Pachterlöse für Grundstücksbesitzer, und lokale Dienstleistungserbringung durch Bewirtschaftung der Fläche, zweimal im Jahr, durch Schafe sowie jährliche Kontrollrundgänge.
Als nächste Schritte nannte der Projektleiter die Ausarbeitung des städtebaulichen Vertrags, den Start des Bauleitplanverfahrens durch ein externes Beratungsbüro, den Pachtvertrag mit den Grundstücksbesitzern, bei Erhalt der Baugenehmigung die Investitionsentscheidung, den Bau der PV-Freiflächenanlage, den Betrieb der Anlage inklusive Vermarktung der Energie.
22 000 Kilowatt mit zwölf Megawatt Speicher
Bei der Fläche von 21 Hektar ergeben sich 22 000 Kilowatt mit zwölf Megawatt Speicher, so Vonnier. Von der Fläche erreiche man den nächsten Verknüpfungspunkt nach 6,6 Kilometern, fuhr er fort. Gebaut würden 41 000 Module, die Fläche liege im Vogelschutzgebiet.
Aus dem Gemeinderat meldete sich lediglich Markus Rist, zweiter Bürgermeisterstellvertreter und Landwirt, zu Wort, und erklärte säuerlich: „Es geht wieder Fläche für Nahrungsmittelproduktion verloren, aber bei den Preisen für die Landwirte ist es sowieso egal, dann macht es eben.“
Die Zustimmung des Gemeinderats war einstimmig.