Der Grosselfinger Gemeinderat hat seine Haushaltsplanung fürs laufende Jahr 2026 verabschiedet.
Bürgermeister Friedbert Dieringer bilanzierte in der jüngsten Sitzung des Grosselfinger Gemeinderats kurz und knapp: „Wir bleiben schuldenfrei. Wir können noch alle Steuersätze belassen. Und die Kläranlage können wir auch stemmen.“
Den Blick auf die mittelfristige Finanzplanung gerichtet, versicherte der Rathauschef dem Gremium: Die Fortführung der Marktplatz-Neugestaltung im Zuge der Ortskernsanierung „steht weit oben auf der Agenda der Gemeinde“ – und „auch beim Thema Rathaus werde ich euch mitnehmen“. Es werde absehbar eine „ordentliche Vorplanung“ geben, die er, Dieringer, dem Gemeinderat vorlegen werde.
Kein ordentliches Ergebnis
Über die nackten Zahlen der Haushaltsplanung für das laufende Jahr 2026 berichtete der Bürgermeister gemeinsam mit seinem Kämmerer Dieter Noll. Dieser machte keinen Hehl daraus: „Wir haben die gleichen Themen, wie die anderen Kommunen auch – und bekommen keinen ordentlichen Ergebnishaushalt hin.“
Dieser weist ein Minus von 240.000 Euro aus. Besser präsentiert sich mit 220.000 Euro der Saldo im Finanzhaushalt. Ergänzend informierte Friedbert Dieringer, dass sich die Gewerbesteuer „schwer vorhersagen“ lasse, man sie „hochgerechnet“ habe. Das (zumindest) nach aktuellem Stand zu zaghaft, denn: „Im Moment sind es 60.000 Euro mehr“ (als die veranschlagten 1,24 Millionen Euro) – freut sich der Kämmerer.
Start mit Kläranlagenanschluss
Ein weiterer Blick ins umfangreiche Zahlenwerk gibt Auskunft über den Stand der Eigenkontrollverordnung. Diese umfasst zum Beispiel regelmäßige Überprüfungen der Anlagentechnik auf Kläranlagen oder in der Kanalisation. Seit Oktober 2022 saniert Grosselfingen sein Kanalnetz Schritt um Schritt (und mit großen Investitionssummen), in den Jahren 2027 und 2028 sollen die Sanierungsarbeiten zum Abschluss kommen. Danach, stellte Bürgermeister Dieringer in Aussicht, „starten wir mit dem Anschluss an die Kläranlage in Owingen“.
Nachfragen aus dem Gremium gab es auch. Elmar Kleinmann wollte unter anderem wissen, ob die Gemeinde ihre Wärmeplanung bereits in Auftrag gegeben hat.
Der Rathauschef bejahte das – und versicherte zugleich: „Die Kosten dafür bekommen wir größtenteils, bis auf ein paar wenige Tausend Euro, zurückerstattet.“
Wenig Handlungsspielraum
Interessiert zeigte sich Elmar Kleinmann außerdem an den Mitteln, die die Gemeinde für die Erfüllung ihrer kommunalen Aufgaben „im Bereich Flucht und Migration“ bekommt. Dieter Noll nannte eine Summe von zirka 50.000 Euro, dazu werden Mieteinnahmen generiert, womit „die Rechnung unterm Strich null auf null aufgeht“.
Ein weiteres Stichwort: „Transferaufwendungen“. Die größten Ausgabenposten bilden hier die Kreisumlage mit 1,252 Millionen Euro (plus 127.000 Euro) und die Finanzausgleichsumlage mit 875.000 Euro (plus 99.000 Euro). Ja, bestätigte der Rathauschef: „Wir haben nicht mehr viel Handlungsspielraum“ für Projekte jenseits der dringlichen Notwendigkeit.