Ziehen sich die Gemeinden Hüfingen und Bräunlingen langsam aus der Förderung von Unterricht an der Musikschule Donaueschingen zurück? Foto: Rainer Bombardi

Die Gemeinde bezuschusst die Musikausbildung der Hüfinger Kinder und Jugendlichen pro Instrument und Person auf 20 Prozent der Gebühren.

Der Gemeinderat beschloss bei einer Enthaltung, die Förderung der Musikausbildung in der Musikschule Donaueschingen für die Hüfinger Kinder und Jugendlichen für das kommende Schuljahr auf einen Zuschuss pro Instrument und Person von 20 Prozent der Gebühren zu begrenzen.

 

Er sprach sich ab sofort gegen eine Doppelförderung aus. Bürgermeister Patrick Haas erinnerte daran, dass der Beschlussvorschlag in Absprache mit der Stadt Bräunlingen formuliert sei, die das Thema in der Woche zuvor ebenfalls beraten hatte. Hinsichtlich der Doppelspurigkeit mit der Bläserschule Unisono sei zu vermeiden, dass die Zuschüsse im Gießkannenprinzip erfolgen, fügte Haas hinzu.  

Deshalb berät das Gremium im Herbst 2026 erneut über das Thema. Ziel ist es, eine Grundsatzentscheidung über eine Kündigung der Vereinbarung mit der Musikschule Donaueschingen zu treffen. Sarina Bäurer (CDU) erinnerte daran, dass die musikalische Ausbildung aller Kinder und Menschen wichtig sei und bleibe. Im Hinblick auf die Haushaltslage und die Entwicklung der Kinderzahlen an beiden Schulen befürwortete sie den Beschlussvorschlag.

Jedoch appellierte sie, die Erwartung an die noch junge Bläserschule nicht zu überfordern. „Wir nehmen die Anpassung zur Kenntnis und erachten die Förderung von einem Instrument pro Kind als sachbezogen“, ergänzte Mete Ünal. Allgemein befürwortete er, Verträge wie jenen mit der Musikschule in regelmäßigen Abständen neu zu beurteilen. Er forderte, Familien, deren Kinder auf einen höheren Zuschuss angewiesen sind, im bisherigen Umfang zu fördern.

Mehrbelastung für Familien

Bereits zu Beginn der Sitzung hatte eine Zuhörerin darauf hingewiesen, dass nach aktuellem Stand noch nicht gelöst sei, wie es mit der von Lehrpersonen der Musikschule geleiteten Bläserklasse an der Lucian-Reich-Schule und der musikalischen Früherziehung im Kindergarten weitergehe. Zudem verwies sie darauf, dass die geplante Reduzierung des Zuschusses zu einer Mehrbelastung von monatlich 17 Euro bei einem halbstündigen Musikunterricht für Kinder führt, die kein Blasinstrument spielen.

Bürgermeister Haas sagte, es sei wichtig, den aktuellen Sparzwängen, denen die Kommunen unterliegen, frühzeitig entgegenzuwirken. „Die Förderung ist zudem keine Pflicht, sondern eine freiwillige Leistung der Gemeinde“, ergänzte Haas, dass es Ziel bleibe, ein für alle verträgliches Maß hinzubekommen. Donaueschingens Musikschulleiter Clemens Berger war ebenfalls im Publikum. Er nahm die Diskussion, die Beratung und die Gemeinderatsbeschlüsse zur Musikschule kommentarlos zur Kenntnis.