Fußgänger-Check für Hohenberg wurde schon wieder vertagt. Geht die Planung für die Optimierung endlich im nächsten Frühjahr los?
Für Bewohner des Hohenbergs ist das ein Dauerbrenner: Wann gibt es endlich bessere Fußwege? Wann Bordsteinabsenkungen? Gemeinderat Wolf Hoffmann (OGL): „Seit 15 Jahren kämpfe ich als Hohenberg-Bewohner um eine Verbesserung.“ Jetzt wurde sein Antrag wieder vertagt.
Fakt ist: Im Mai startete Hoffmann wieder einen Versuch. Mit einer detaillierten Auflistung der Missstände. Wilde Fußwege, fehlende Bordsteinabsenkungen, keine Zebrastreifen an gefährlichen Stellen.
Das bringt der Fußgänger-Check
Wolf Hoffmann: „Seit 15 Jahren versuche ich, eine Gehwegabsenkung gegenüber der Kita am Bischof Sproll Pflegeheim durchzusetzen. Da ist ein großer Stein im Weg. Der steht immer noch da und verhindert, dass Rollstuhlfahrer sicher über die Straße kommen. Die Stadtverwaltung versprach baldige Änderungen, die bisher noch nicht in Angriff genommen wurden.“ Barrierefreiheit – Fehlanzeige. Jetzt reagiert das Rathaus und schlägt in Drucksache 144/2024 vor, das über den „Fußwege-Check“ – einem Förderprogramm des Landes – anzugehen.
OB: Fußwege- mit Straßenplanung synchronisieren
Stadtplaner Peter Klein: „Wir müssen beim Förderprogramm lediglich die Personalkapazitäten übernehmen. Ein weiteres Problem: Ein Teil der Wege führt über privates Eigentum.“ Das Landesprogramm fördert den Einsatz eines Verkehrsplaners. Ob man für die Umbauten dann zusätzlich Geld bekommt, dazu müsse man andere Förderprogramme prüfen.
CDU-Fraktionschef Michael Keßler: „Wir sehen eine zeitliche Diskrepanz bei der Umgestaltung da oben. Die Planung für die Umfahrung Hohenberg bekommen wir gerade erstellt. Es gilt zu vermeiden, dass wir auf unsere Kosten die Fußwege optimieren und unsere Bauten von der Umfahrungsplanung zerstört werden.“
OB Peter Rosenberger: „Wir sind mit dem Regierungspräsidium gerade im Gespräch, dass die Themen Hochbrücke, Umfahrung Hohenberg und Rauher Stich hier im Gemeinderat vorgestellt werden. Dann kann man das RP fragen, wie man die Synchronisierung mit dem Fußgängerkonzept herstellen kann.“
Thomas Bauer (BiM): „Durch die Verzögerung des Hochbrückenbaus befürchten wir, dass wir mit der Optimierung der Fußwege dort noch später anfangen. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf – das Problem wird sich nicht auflösen.“
Stadtplaner Klein: „Für das Förderprogramm des Fußwege-Checks müssen wir uns bis Ende März bewerben. Da brennt nichts an.“
Hoffmann: Bordsteinabsenkungen sofort anpacken
Bauer: „Wir sollten darauf achten, dass der RP bis Jahresende bei uns ist. Bis dahin wissen wir, wie es um die möglichen Verzögerungen um den Hochbrückenbau steht.“
Wolf Hoffmann: „Dem Kompromissvorschlag können wir zustimmen. Es bleibt die Frage, ob vorher ein paar Sofortmaßnahmen möglich sind wie die Bordsteinabsenkungen.“
Dieter Rominger-Seyrich (SPD) schlägt vor, den Fußgängercheck auch in der Kernstadt zu machen. FD/FW-Fraktionschef Anton Ade: „Gehwegabsenkungen waren immer möglich. Bei den Privatgrundstücken auf dem Hohenberg werden Kosten kommen, wenn es um den Flächenkauf geht. Ist sowas leistbar? Aufgrund der Haushaltslage sehen wir keine Priorisierung, vielleicht im Frühjahr.“
Dann wird abgestimmt. Nur Gerhard Fassnacht (CDU) enthält sich der Stimme.
Hier klemmt es laut OGL für Fußgänger auf dem Hohenberg
Bord steinabsenkungen.
Dies ist ein ein Gebiet in dem viele Rollator- und Rollstuhlfahrer vom Altenheim Hohenberg und viele Familien mit Kinderwagen von den beiden Kindergärten auf dem Hohenberg unterwegs sind.
Zick-Zack-Wege.
Die Bauabschnitte auf dem Hohenberg sind ohne abgestimmte Planung von Fußwegen in Etappen gebaut worden. Diese sind daher nicht optimal miteinander verbunden. Insbesondere der Fußweg in die Stadt zur Kreuzerstraße und zur Bushaltestelle Kaserne ist nur auf Zickzackwegen erreichbar. Vor allem bei der Fortsetzung des Fußweges vom Zebrastreifen bei der ehemaligen Bäckerei Randecker (Bushaltestelle) die Treppe hinauf ist das Schulzentrum nur auf Umwegen erreichbar.
Zebrastreifen.
Es gibt bei der ahg vom „ Taxihaus“ keinen Fußweg zum Zebrastreifen Richtung Marktkauf. Der Überweg von der neuen Bäckereifiliale Saur zum Marktkauf hinüber ist wegen mehrerer abknickender Seitenstraßen für Fußgänger gefährlich.
Schleichwege.
Vom Marktkauf zu Norma gibt es auch viele gefährliche wilde Fußwege. Ein sicherer Fußweg wurde bei Norma und der Stadt von der OGL angemahnt. Die Stadt besitzt die betroffenen Grundstücke nicht. Norma hat OGL-Stadtrat Hoffmann die Prüfung von Verbesserungen im Zuge der Erweiterung der Normafiliale zugesagt.