Der Baubeschluss für die Neugestaltung der Zollernstraße hat den Gemeinderat passiert: Künftig muss nicht mehr auf dem Gehweg geparkt werden. Foto: Roth

Nun ist es auch offiziell: Der neu konstituierte Hechinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für die Neugestaltung der Zollernstraße gegeben. Und ein weiteres Bauprojekt geht voran: nämlich im Neubaugebiet Killberg IV.

Entscheidungen, die mehrere Millionen Euro schwer sind, hat der Hechinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung getroffen. Dabei waren zahlreiche Stadträte erst wenige Minuten im Amt, denn die Sitzung in der vergangenen Woche war gleichzeitig die konstituierende Sitzung nach der Kommunalwahl im Juni. Ein Überblick über die Themen:

 

Neugestaltung der Zollernstraße: 5,8 Millionen Euro fließen bis zum Ende der geplanten Grundsanierung im Jahr 2026 in die Zollernstraße. Bereits zum Jahresende sollen die Bagger anrollen. Den Baubeschluss hat der Gemeinderat nun abgesegnet, nachdem der Bauausschuss diesen empfohlen hatte. Nur FWV-Stadtrat Roland Huber stimmte dagegen. Das bedeutet auch, dass die Hainbuchhecke entlang des Fürstengartens für den Zeitraum der Bauarbeiten weichen muss. Erst in der vergangenen Woche hatten sich die Fürstengartenfreunde nochmals in einem Brief öffentlich über diese Tatsache echauffiert und eine Alternative wie einen blickdichten Behang von der Verwaltung gefordert.

Bürgermeister Philipp Hahn wollte nicht zu sehr auf das Thema eingehen: „Niemand rodet gerne Hecken“, stellte er klar. Aber es sei nun mal nötig und die Zollernstraße werde künftig „sehr schön“. Außerdem werde für Ersatz gesorgt. Der Vorschlag, im Zuge der Sanierung am Ortseingang am derzeitigen Fußballfeld Altglascontainer aufzustellen, wurde abgelehnt. Das Fußballfeld bleibt erhalten – auch wenn Hahn betont: „Grundsätzlich wollen wir das Ballspielfeld kleiner machen.“ Das werde aber in Zukunft weiter beraten.

Vier Grundstücke stehen zum Verkauf

Erste Grundstücke im Neubaugebiet Killberg IV verkauft: Auf einer weiteren Hechinger Großbaustelle geht es voran – konkret im CO₂-neutralen Neubaugebiet Killberg IV. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, drei Grundstücke für Mehrfamilienhäuser und ein Grundstück für eine Tiefgarage zu verkaufen. Für alle vier Grundstücke fließen über 3,6 Millionen Euro an Kaufpreisen. Die Firmen Denkinger aus Jungingen und Semodu aus München haben vorab Konzepte für je zwei Grundstücke im ersten Bauabschnitt vorgestellt. Ein Bewertungsgremium war laut Sitzungsvorlage von diesen sehr angetan. Auch Hahn freut der Verkauf: „Der Verkauf von Baugrundstücken ist sehr schwierig im Moment.“

Bunte-Sprecherin Almut Petersen wollte wissen, wann Privatpersonen mit dem Grundstückskauf am Zug sind. Der zuständige Sachgebietsleiter Robert Mauz informiert, dass nur noch Formalien zu klären seien. „Ich hoffe, dass das über die Sommerzeit gelingt, sodass im Herbst die Ausschreibung beginnen kann.“

Das freut auch FWV-Fraktionschef Werner Beck: „Es ist doch auch mal toll, wenn in Hechingen etwas positiv gegen den Trend läuft. Jetzt ist Tempo angesagt.“

Sanierung ab Anfang 2025

Straße „Am Schloßberg“ wird grunderneuert: Und ein weiteres Straßenprojekt wird in Angriff genommen. Einstimmig hat der Gemeinderat dem Baubeschluss zur Grunderneuerung der Straße „Am Schloßberg“ zugestimmt. Von Anfang 2025 bis ins dritte Quartal desselben Jahres soll die sich in einem desolaten Zustand befindliche Straße saniert werden. Kostenpunkt: 415 000 Euro.