In der Kernzeitbetreuung Plus von 13 bis 14 Uhr gibt es auch ein gemeinsames Mittagessen. (Symbolbild) Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Noch familienfreundlicher stellt sich die Gemeinde Hasel ab dem Schuljahr 2026/2027 auf. Die Ganztagesbetreuung für Kinder kommt und das über den gesetzlichen Rahmen hinaus.

Verbindlich ist die Betreuung für die Erstklässler vorgeschrieben. In Hasel wird sie bis zur dritten Klasse angeboten. Dazu eine Besonderheit: Der evangelische Kindergarten wird Teil des Konzeptes. Somit profitieren auch Eltern mit Schul- und Kindergartenkindern.

 

Das wurde in der letzten Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Frank-Michael Littwin und seiner Mitarbeiterin Lisa Schultheiß kommuniziert. Für die evangelischen Kirchengemeinde, Betreiberin des Kindergartens, bekannte sich Kirchengemeinderätin Doris Schwind zum Konzept.

Schule und Kindergarten sind auf dem gleichen Gelände, so bietet sich diese familienfreundliche Lösung an und es entsteht ein Betreuungscampus, zentral gelegen, für Eltern gut erreichbar und dabei integrativ für den Austausch zwischen Lehrkräften, Kindergartenpersonal und Kindern.

Kernzeitbetreuung

Gesetzlich geregelt im Sozialgesetzbuch VIII hatte sich die Verwaltung auf einen Weg gemacht, der Eltern, Erzieher/innen und Lehrkräfte früh einbezog. Im „Arbeitskreis Ganztag“ und über eine Betreuungsumfrage erfolgte die Bürgerbeteiligung, um Bedarf und gesetzliche Möglichkeiten abzugleichen. Verlässliche Grundschule und Flexible Nachmittagsbetreuung gibt es zwischen 7 und 15 Uhr.

Unterschieden wird: Kernzeitbetreuung von 7 bis 13 Uhr, dazu im Block II Kernzeitbetreuung Plus von 13 bis 14 Uhr mit gemeinsamem Mittagessen und Hausaufgabenunterstützung. Block III ergänzt um spielerische Schulbetreuung als flexible Nachmittagsbetreuung bis 15 Uhr.

Um 13 Uhr wird im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde gegessen. Hier ist der Kindergarten untergebracht, der im Rahmen des neuen Angebotes erweiterte Öffnungszeiten bis 14 Uhr anbietet.

Erste Anmeldungen

Erste Rückmeldungen der Eltern gab es schon. Aktuell werden 14 Kinder in der Grundschule und 18 Kinder im Kindergarten teilnehmen, vier Familien lassen ihre Kinder sowohl in Grundschule als auch im Kindergarten an den verlängerten Öffnungszeiten teilhaben. Die Gebührenkalkulationen sind noch anzupassen. Klar ist: Baden-Württemberg beteiligt sich mit 68 Prozent der Durchschnittskosten im Land.

Ferienbetreuung

Ergänzt wird das Angebot von Schule und Kindergarten durch eine Ferienbetreuung. Zwei Wochen in Eigenorganisation der Gemeinde Hasel. Weitere Angebote gibt es über den Verwaltungszweckverband zusammen mit den Gemeinden Hausen, Maulburg und Schopfheim.

Gemeinderat Christian Jost erkundigte sich nach der Personalbeschaffung. Bürgermeister Frank-Michael Littwin hat schon drei Mitarbeiterinnen eingestellt. Für Christian Jost ist klar: Diese müssen gleich bezahlt werden, wie die schon angestellten Betreuungskräfte. Das wurde zugesagt. Auch für Ersatz im Krankheitsfall ist gesorgt. „Gemeinsam füreinander – jung & alt“, der neue Verein in Hasel um Erich Linsin und Ilse Jost wird einspringen falls Bedarf entsteht.