Das Thema Kindergarten ist im Gemeinderat von Hasel dauerpräsent. Nun wurde eine neue Betriebskostenvereinbarung mit der evangelischen Kirchengemeinde beschlossen.
Die Verwaltung des Kindergartens liegt beim neu gegründeten Dienstleistungszentrum Süd der evangelischen Kirche in Baden. Dort wurde eine Betriebskostenvereinbarung erarbeitet und mit der Landeskirche abgestimmt.
Bei den bisherigen Gruppen gab es eine Mischform der Beteiligung durch die politische Gemeinde. Teils wurden Betriebsausgaben mitgetragen und für das Defizit gab es einen Ausgleich von 77 Prozent. Den Rest der Ausgaben trug die evangelische Kirche. Das wird sie für die schon bestehenden zwei Gruppen weiter tun. Für die neue Gruppe kann die evangelische Landeskirche auf Grund der Austritte von Kirchenmitgliedern und damit fehlender Kirchensteuereinnahmen keine Zuschüsse mehr geben.
Ziel des Vorschlags der neuen Vereinbarung: Eine trotz unterschiedlicher Beteiligung an den Gruppen durch die Kirche einheitliche Darstellung für die politische Gemeinde. Damit würde das Verfahren transparenter und einfacher.
Die Landeskirche genehmigt nur Verträge, die mittel- bis langfristig halten und lässt sich Einnahmen und Ausgaben für die nächsten acht Jahre prognostizieren. Bei Betrachtung dieses Zeitraums wird eine Defizitbeteiligung von 97,35 Prozent gefordert. Momentan hat die politische Gemeinde damit 2000 Euro jährlich mehr aufzubringen. Diese Zusatzbelastung wollte Gemeinderat Peter Schalajda nicht einsehen. Dem stimmte auch sein Ratskollege Dr. Andreas Raimann zu.
Eine andere Regelung ist durch die evangelische Landeskirche nicht genehmigungsfähig, so die klare Antwort von Katharina Tarnowski vom Dienstleistungszentrum Süd. Es wird zumindest Kostenneutralität für acht Jahr angestrebt. Dazu werden Mehreinnahmen von jährlich 2000 Euro im Durchschnitt gebraucht. Gemeinderat Christian Jost erinnerte in diesem Zusammenhang an das ehrenamtliche Engagement der örtlichen Kirchengemeinde in organisatorischen Fragen, was eine Entlastung der Verwaltung im Rathaus bedeutet.
Dazu stellt die Kirchengemeinde mietfrei ihre Räume für den Mittagstisch zur Verfügung. Lediglich ein kleiner Anteil an den laufenden Betriebsausgaben ist zu entrichten.
Bei zwei Enthaltungen stimmte das Gremium der vorgeschlagenen Lösung über eine Beteiligung von 97,35 Prozent am Defizit zu.