Reichlich Diskussionsstoff gab der Antrag des Sportvereins Hasel auf Gewährung eines Kredits oder die Übernahme einer Kommunalbürgschaft. Der Fußballverein plant einen Kunstrasen.
Außerdem will der Verein das Gelände rund um den Sportplatz durch Spielgeräte für den öffentlichen Gebrauch zusätzlich aufwerten. Mit 150 000 Euro wird sich die Kommune beteiligen. Zur Finanzierung benötigt der Verein zusätzlich einen Kredit.
Für die Darlehensvergabe durch die Gemeinde setzte die Kommunalaufsichtsbehörde schon mal die rote Ampelfarbe, so dass lediglich die Übernahme einer Bürgschaft in der Diskussion blieb. Gemeinderat Peter Schalajda mahnte eine Prüfung der Kreditwürdigkeit des Vereins durch die Gemeinde an, Klaus Ingelfinger betrachtet den Bau positiv gleichwohl sieht er unter einer Bürgschaft dünnes Eis.
Die Frage von Matthias Feucht zu den Eigentumsverhältnissen des Kunstrasen nach einem etwaigen Zahlungsausfall des Vereins beantwortete Bürgermeister Littwin klar: „Dann ist die Kommune Eigentümerin des Kunstrasens“.
Sybille Matzner fragte sich, was die Gemeinde mit einem Kunstrasenplatz im Wert von 450 000 Euro wohl machen wird. Für sie gab es zu viele „Wenns, Hätten, Sollten, Könnten“ zu Fragen der Gestaltung des Bürgschaftsvertrags.
Angesichts vieler neuer Pflichtaufgaben sieht Thomas Herrmann im bisher gewährten Zuschuss der Gemeinde angesichts vieler anstehender Pflichtaufgaben ein großzügige Geste. Weiter wollte er sich mit einer Zustimmung nicht hinauslehnen.
Die anderen Gemeinderäte betrachteten nach dem positiven Votum zum Bau und zum Zuschuss in der Bürgschaftsvergabe lediglich die konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. Letztlich stimmte der Gemeinderat mit sieben zu vier Stimmen für die Bürgschaft.
Die Frage nach einer einfachen Grundschuldeintrag auf das Vereinsgelände mit Sportheim und damit einer klaren Abgrenzung des Ausfallrisikos für die Gemeinde kam in der Gemeinderatssitzung nicht zur Sprache.
Nun warten alle auf die abschließende Entscheidung der Kommunalaufsichtsbehörde.