Der Haigerlocher Stadtwald erweist sich auch in Krisenzeiten als verlässliche Einnahmequelle. Foto: Thomas Kost

Der Stadtwald bleibt, was er fast immer gewesen ist: nicht die riskante Aktie mit Aussicht auf enorme Gewinne (oder Verluste) sondern das kleine, ordentlich verzinste Sparbüchlein.

Die Untere Forstbehörde rechnet nämlich auch im Forstjahr 2026 mit einem kleinen Überschuss aus der Haigerlocher Waldwirtschaft in Höhe von 56 500 Euro.

 

Damit wäre man das dritte Jahr in Folge im Plus, wie der Situationsbericht von Forstamtsleiter Christian Beck am Dienstag im Haigerlocher Gemeinderat aufzeigte.

Im bereits abgerechneten Forstjahr 2024 gab es einen Überschuss von rund 37 650 Euro und im noch nicht ganz vollzogenen Forstjahr 2025 sind sogar 121 000 Euro an Gewinn zu erwarten. Die noch viel bessere Nachricht: „Wir werden dieses geplante Ergebnis voraussichtlich auch erreichen“, so Christian Beck. Das liegt vor allem an einem derzeit stabilen Holzmarkt mit guten Preisen und einer regen Nachfrage durch die Sägewerke.

Was die Hiebzahlen betrifft, so wurden vor zwei Jahren 8400 Festmeter eingeschlagen (Beck: „Etwas weniger als die geplanten 9000 Festmeter) und in diesem Jahr bereits 7427 Festmeter, was etwa 85 Prozent der anvisierten Holzmenge von 8750 Festmetern ausmacht.

Gemeinderat stimmt dem Betriebsplan für 2026 zu

Der Hiebsatz im Haigerlocher Stadtwald im neuen Jahr wird vom Forstamt auf 8645 Festmeter angesetzt. Dass sich 2026 die Verkaufspreise noch einmal nach deutlich nach oben bewegen, wäre zwar wünschenswert, erscheint aber wenig realistisch. Forstamtsleiter Beck: „Wir sind hinsichtlich der Holzpreise nur verhalten optimistisch.“

Und was ist nächstes Jahr noch geplant? Grundstückskäufe in Höhe von 40 000 Euro. Gemeinderat Kurt Biegelmaier (Freie Wähler) forderte zwar die Reduzierung des Grunderwerbs im Haushalts- und Betriebsplan auf 15 000 Euro, aber sein Antrag setzte sich nicht durch. Ansonsten wurde der Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2026 vom Gemeinderat genehmigt und der Vollzug des Forstwirtschaftsjahr 2024 zur Kenntnis genommen.