Furtwangen muss die Belastung für alle Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 8200 Fahrzeugen ermitteln. Das reicht dem Gemeinderat aber nicht.
Im Rahmen der landesweiten Planungen für weniger Lärm der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg muss die Lärmbelastung für alle Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 8200 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden ermittelt werden. Für Furtwangen bezieht sich dies auf die L 173 von der Einmündung Martin-Schmitt-Straße bis zur Abzweigung Rohrbach.
Plan 2019 erstellt
Ein 2019 erstellter Lärmaktionsplan für diese Strecke muss nun nach neuen Bestimmungen fortgeführt werden. Allerdings wurde es in Absprache mit dem Planungsbüro im Rahmen der Verkehrsplanung für die Innenstadt für sinnvoll erachtet, diesen Lärmaktionsplan auch für die Straßen rund um die Furtwanger Innenstadt zu erstellen, um gleich Maßnahmen für die Verringerung des Lärms wie Geschwindigkeitsbeschränkungen einarbeiten zu können. Der Gemeinderat stimmte dann auch zu, neben dem Pflichtabschnitt im Schönenbacher Tal auch die Martin-Schmitt-Straße, die B 500 durch die Innenstadt (Bregstraße, Wilhelmstraße, Bismarckstraße, Marktplatz, Friedrichstraße), die Grieshabertraße, Kreuzerstraße, Allmendstraße und das verbleibende Stück der Alemannenstraße ebenfalls in die Planung einzubeziehen.
Strategien für weniger Lärm
Hier soll der Straßenverkehrslärm neu berechnet werden. In der Folge geht es um Entwicklung von Strategien für die Verringerung des Lärms und die Analyse deren Wirkung. Weiter geht es um die Dokumentation, Auswertung, Beteiligung von Behörden und Öffentlichkeit und die Berichterstattung an die EU.
Der Gemeinderat stimmte zu, diese Planung ebenfalls an das Büro Rapp in Freiburg zu vergeben, da dieses bereits mit der Entwicklung der Verkehrsplanung beauftragt ist. Die voraussichtliche Honorarsumme beträgt 10 100 Euro.
Thomas Riesle (CDU) forderte, bei der Erfassung von Verkehr und Lärmbelastung die verschiedenen Tageszeiten genauer zu analysieren. Norbert Staudt (SPD) zeigte sich sehr erstaunt, dass nur die L 173 im Schönenbacher Tal für diesen Lärmaktionsplan vorgeschrieben ist. Die geforderten 8200 Fahrzeuge würden etwa auf der Martin-Schmitt-Straße mit mehr als 10 000 Fahrzeugen pro Tag deutlich überschritten.
Genaue Zahlen ermittelt
Bürgermeister Josef Herdner erläuterte, dass für die Verkehrszahlen des Landes lediglich verschiedene Erfassungen hochgerechnet würden. Für die Planung der Innenstadt wurden die Zahlen wie für die Martin-Schmitt-Straße durch das Büro Rapp durch eine direkte Zählung ermittelt und seien damit wesentlich genauer.