Der Verkehrslärm auf den Straßen Fluorn-Winzelns war wieder Thema im Gemeinderat. Foto: Stöhr

Eine umfangreiche Tagesordnung hatten Bürgermeister Rainer Betschner und der Gemeinderat Fluorn-Winzeln bei ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr zu bewältigen. Dabei kam auch das Thema Lärmaktionsplan wieder auf den Tisch.

Fluorn-Winzeln - Bereits im November des vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, für die Gemeinde Fluorn-Winzeln keinen eigenen Lärmaktionsplan erstellen zu lassen. Um über dieses Thema nochmals zu informieren, war Peter Martin Köhler vom Ingenieurbüro für Verkehrswesen Koehler & Leutwein zur Sitzung gekommen.

Geräuschbelastung reduzieren

Er erklärte, dass ein Lärmaktionsplan ein fachübergreifendes Planungsinstrument sei, das die Belange des Lärmschutzes bei allen infrastrukturellen und umweltpolitischen Planungen soweit wie möglich berücksichtigte.

Ziel dieser Planung sei es, einerseits den Umgebungslärm vorrangig an jenen Orten zu reduzieren, wo die Geräuschbelastung ein gesundheitsschädigendes Ausmaß erreicht habe. Andererseits sollen aber gleichzeitig auch ruhigere Gebiete als solche geschützt und erhalten werden.

Gremium hält an Entschluss fest

Dafür habe die EU im Jahr 2002 die "Umgebungslärmrichtlinie" erlassen. In Winzeln allerdings wird die geforderte Zahl von Fahrzeugen in Höhe von 8200 in 24 Stunden nicht erreicht, so dass hier vermutlich nicht mit Maßnahmen seitens der zuständigen Straßenbaubehörden zu rechnen.

Bürgermeister Rainer Betschner betonte auf Anfrage, dass es sich um eine reine Information handle, irgendwelche Beschlussvorschläge gebe es nicht. Letztendlich war man sich im Gremium einig, an dem Beschluss des vergangenen Jahres festzuhalten und derzeit in Sachen Lärmaktionsplan nichts zu unternehmen.

Neuer Kirchplatz nimmt Form an

Einen breiten Raum bei der Sitzung am Dienstagabend nahm auch die Vorstellung der Konzeption für die Umgestaltung des Vorplatzes an der alten Kirche ein. Alexander Gräßle vom Büro "faktorgrün" stellte verschiedene Entwurf vor die im Gremium ausgiebig diskutiert wurden.

Letztendlich entschied man sich für die günstigere Variante 1 bei der zum derzeitigen Stand Brutto-Baukosten und Baunebenkosten in Höhe von rund 676 000 Euro entstehen werden. Hier wird der Gehweg verlegt, wodurch ein Stellplatz entfällt. Allerdings wird dadurch die Verkehrsführung für Kinder sicherer gestaltet.

Eigenanteil bleibt unter 300 000 Euro

Der Gemeinderat entschloss sich für die Belagsvariante 1, bei der Straßenraum und Kirchplatz in Betonsteinpflaster, Straße im Römischen Verband und der Kirchplatz im Reihenverband ausgeführt werden. Bei der Gestaltung des Brunnenparks verzichtet man auf die Einbindung des alten Taufbeckens und wird ein neues Brunnenbecken verwenden.

Bei der "Möblierung" des Platzes einigte man sich auf Ausführungen der Bänke, Fahrradständer und Tischen in Stahl-Holzkonstruktionen. Einig war man sich im Rat auch darüber, die auf dem Platz befindlichen Linden von einem Gutachter untersuchen zu lassen. Die alten Bäume sollen auf jeden Fall erhalten bleiben.

Für die Neugestaltung des Platzes ist mit Fördermitteln zu rechnen, so dass der Eigenanteil der Gemeinde wohl bei rund 292 000 Euro liegen wird.