VS sucht dringend Kita-Plätze – Bad Dürrheim könnte 20 Kapazitäten bereitstellen. Eine Kooperation, die Entlastung verspricht und Zukunftschancen für beide Städte schafft.
In Villingen-Schwenningen gibt es zu wenige Kinderbetreuungsplätze. Der Gemeinderat Bad Dürrheim entscheidet nun, ob der Doppelstadt in der Kurstadt freie Kapazitäten in einer Kooperationsvereinbarung gegen eine entsprechende Kostenerstattung bereitzustellen.
Die Stadt Bad Dürrheim könne der Kreisstadt ab dem 1. November 2025 bis zu 20 Plätze für Kindergartenkinder (Ü3) und Kleinkinder (U3) zur Verfügung stellen, berichtet Markus Stein, Leiter des Fachbereichs für Bildung, Soziales und Politik. „Wir sind froh, dass wir dazu in der Lage sind“, so Stein in der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Diese Plätze werden nicht in einer gesonderten Gruppe eingerichtet, sondern in die bestehenden Gruppenstrukturen der Kita Stadtkäfer und alternativ in der Kita Funkelstein in Hochemmingen integriert, so die Unterlagen des Gemeinderats.
Außerdem kann die aktuelle Auslastung ohne Aufstockung des Personals erhöht werden. Sofern freie Kapazitäten vorhanden sind, bietet Bad Dürrheim den Familien zeitnah einen Betreuungsplatz an. Danach schließen die Eltern den Betreuungsvertrag direkt mit der Einrichtung ab. Ein Großteil der Plätze sei inzwischen auch schon belegt, erläutert Stein.
Die Kostenbeteiligung der Stadt VS
Aus den Unterlagen des Gemeinderats geht hervor, dass die Kostenbeteiligung der Stadt Villingen-Schwenningen sich an den jährlich aktualisierten Empfehlungen des Interkommunalen Kostenausgleichs (IKK) orientiert.
Für tatsächlich belegte Plätze im Rahmen des Kooperationsvertrags erstattet VS die im IKK genannten Kosten abzüglich Finanzausgleichszuweisung (FAG) pro Platz und Jahr. Die Stadt Bad Dürrheim erhält die Elternbeiträge und FAG-Zuweisungen vom Land.
Der Vertrag soll rückwirkend zum 1. November 2025 in Kraft treten, so dass die tatsächliche Belegung der Plätze in Abstimmung der Zentralen Platzvergabestelle im Rathaus mit den Einrichtungsleitungen und Eltern erfolgen kann.
Ein vorteilhafter Leistungsaustausch
Bürgermeister Jonathan Berggötz beschreibt die Kooperationsvereinbarung mit Villingen-Schwenningen als eine „Win-Win-Win-Situation“. Denn für alle Beteiligten, die Stadt VS, Eltern und Kinder der Doppelstadt und die Stadt Bad Dürrheim, entstehe ein vorteilhafter Leistungsaustausch. Dies sei außerdem ein Schritt in die Zukunft und die Grundlage für viele weitere Kooperationen.
Auch Gemeinderätin Barbara Fink stimmt dieser Aussage zur interkommunalen Zusammenarbeit zu: „Der Kooperationsvertrag sollte die Blaupause für weitere Aktionen dieser Art sein.“