Der Ausbau des Gehwegs am Schafhaus in Seedorf im Zuge der Erschließung des Baugebiets „Langenfeld“ ist im Haushalt 2025 mit einem Betrag von 130 000 Euro enthalten. Foto: Weisser

Bürgermeister Peter Schumacher und Kämmerin Dagmar Maier stellen im Gemeinderat den Haushaltsplan 2025 vor.

Aufgrund höherer Zuwendungen aus dem Finanzausgleich sieht die Prognose für den Haushalt 2025 der Gemeinde Dunningen entgegen der ersten Einschätzung wieder rosiger aus. Der Ergebnishaushalt schließt nunmehr mit einem Plus von 136 000 Euro ab.

 

In der Vorberatung war die Verwaltung noch von einem Negativbetrag von minus 648 000 Euro ausgegangen. „Das ist eine recht positive Nachricht“, freute sich Bürgermeister Peter Schumacher in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Er warnte jedoch zugleich vor großer Euphorie. Denn: In den nächsten Jahren werde Dunningen „zu beißen haben“. Dann müsse man sich Gedanken machen, wie ein positives Ergebnis noch erzielt werden könne.

Negative Ergebnisse in den kommenden Jahren

Ein Blick auf die mittelfristige Finanzplanung bestätigt diese Befürchtungen. So werden in den Jahren 2026 bis 2028, nach derzeitigem Stand, negative, ordentliche Ergebnisse von minus einer Million, minus 1,573 Millionen und knapp minus 2 Millionen Euro erwartet. Kämmerin Dagmar Maier stellte die aktualisierten Eckdaten des Zahlenwerks vor.

Der Haushalt für das Jahr 2025, wie auch die mittelfristige Finanzplanung, seien von vorsichtigem Optimismus auf der Ertragsseite und einem Beschränken auf das zwingend Notwendige auf der Aufwandseite geprägt. Die ordentlichen Erträge erhöhen sich in 2025 um knapp zwei Millionen Euro auf 24,74 Millionen Euro.

Die Schlüsselzuweisungen steigen im Vergleich zu 2024 um 587 700 Euro an. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer wächst um 205 302 Euro. Bei Einnahmen aus der Gewerbesteuer wird mit 6,5 Millionen Euro (500 000 Euro mehr als in 2024) gerechnet.

Großposten Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen stellen mit 8,684 Millionen Euro bei den ordentlichen Aufwendungen (insgesamt 24,6 Mio. Euro) einen dicken Brocken dar. Die Abschreibungen betragen im kommenden Jahr 2,02 Millionen Euro. Die Kreisumlage steigt um 134 146 Euro auf knapp 3,35 Millionen Euro.

Im Finanzhaushalt werden die Zuweisungen, Beiträge und Einzahlungen (unter anderem Verkauf von Bauplätzen) mit 2,12 Millionen Euro angesetzt. Maier erwähnte, dass in den Baugebieten „Stockäcker-Bösinger Weg III“ (Lackendorf) und „ Brunnenäcker II“ (Dunningen) bis Ende 2024 insgesamt 27 Bauplätze noch nicht verkauft seien.

Der Gemeindesparstrumpf ist leer

Die Investitionsausgaben (11,42 Millionen Euro) betreffen größtenteils die Neubauprojekte Baubetriebshof und Kindergarten Seedorf sowie die Sanierung und Umgestaltung des ehemaligen Farrenstalls in der Dorfbachstraße zu einem Dorfgemeinschaftshaus. Dafür benötigt die Gemeinde Finanzierungsmittel über 9,32 Millionen Euro. Diese werden wie folgt abgedeckt: 1,34 Millionen Euro Geldüberschuss aus der laufenden Verwaltungstätigkeit, eigene liquide Mittel in Höhe von 5,58 Millionen sowie ein Kredit über 2,4 Millionen Euro. Damit ist der Gemeindesparstrumpf nun geleert.

Nächstes Großprojekt steht an

Ab 2026 wartet mit der Erweiterung der Feuerwehrräume (5, 65 Millionen Euro) in Dunningen das nächste Großprojekt.Gestartet werden könne jedoch erst, wenn die Gemeinde Zuwendungen aus dem Ausgleichstock und aus der Feuerwehr-Fachförderung bekomme. Ansonsten stehe die Baumaßnahme auf der Kippe. Angesichts der immer schwierigeren Rahmenbedingungen werde man die Steuern und Gebühren regelmäßig überprüfen, anpassen oder gar neue Benutzungsgebühren festlegen.

Die Verschuldung erhöht sich Ende 2025 auf 479 Euro pro Einwohner. (31.Dezember 2024: 206 Euro) Darin sind die Eigenbetriebe eingerechnet. Der Gemeinderat verabschiedete das Planwerk einstimmig.