Kommen die Paneele? (Symbolfoto) Foto: anatoliy_gleb - stock.adobe.com

Eine endgültige Entscheidung zur Photovoltaik-Anlage (PV) steht noch aus. „Es soll für die Stadt eine lukrative Investition oder Pachtgeschichte sein“, erklärt Bürgermeister Markus Huber.

Der Anbieter baut die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Weidener Sporthalle, die Stadt Dornhan mietet sie. Über diesen Vorschlag der Verwaltung ist bei der jüngsten Gemeinderatssitzung diskutiert worden.

 

Das Dach der Sporthalle in Weiden ist im Solarkataster mit einer „hohen Einstrahlung“ eingestuft. Das heißt: PV würde sich hier lohnen. Die Verwaltung hat, wie Kämmerer Benjamin Gramlich ausführte, Angebote für einen Dachnutzungsvertrag über 20 Jahre Laufzeit zum Bau einer PV-Anlage mit 30 Kilowatt Leistung eingeholt.

1352 Euro sparen

Die Anschaffungskosten trägt demnach der Dachnutzer, die Stadt mietet im Gegenzug die Anlage und zahlt dafür eine jährliche Pauschale in Höhe von 3474 Euro. Als Betreiberin würde bei ihr die Einspeisevergütung bleiben. Allerdings soll der Strom auch zum Eigenverbrauch genutzt werden.

Gramlich hat eine Kosten-Nutzenrechnung angestellt. So könnte bei gleichbleibendem Strompreis von 32,5 Cent pro Kilowattstunde in 20 Jahren eine Einsparung von 1352 Euro erzielt werden. Bei höherer Strompreisentwicklung wäre der Spareffekt größer.

„Wir werden nicht reich“

Dieser läge beispielsweise bei einer vierprozentigen Erhöhung des Strompreises bei mehr als 20 000 Euro. Ein Möglichkeit wäre, dass die Stadt die PV-Anlage selbst über einen Kredit finanziert. In dem Fall müsste noch ein Zins von drei Prozent mit kalkuliert werden. Davon riet Gramlich jedoch ab.

„Wir werden nicht reich, das hat eher Vorbildcharakter“, sagte Bürgermeister Huber zu dem Vorhaben. Sinkt nämlich der Strompreis, wird es ein Minusgeschäft. Es sollte sich für die Stadt zumindest rechnen, räumte Huber ein.

„Schauen, was noch zu machen ist“

Dem Gemeinderat schien der Verwaltungsvorschlag auch noch nicht ganz ausgegoren zu sein. Bei eine Volleinspeisung würde es sich rechnen, meinte Stefan Rais. Gerd von Podewils hatte Bedenken, dass das schon 30 Jahre alte Sporthallendach irgendwann saniert werden muss.

Die PV-Anlage müsste dann ab- und wieder aufgebaut werden. Felix Lehmann schlug vor, eine Bürgerenergiegenossenschaft hinzuzuziehen. Über das Bauvorhaben wurde noch nicht entschieden. Huber:„Wir schauen, was noch zu machen ist. Es soll für die Stadt eine lukrative Investition oder Pachtgeschichte sein.“