Im neuen Gewerbegebiet „Schwaderäcker“ soll ein Batteriespeicherpark entstehen. Die von der Firma FBW geplante Musterhaussiedlung wird wohl nicht kommen.
Langsam aber sicher tut sich was am Ortseingang auf Höhe des Friedhofs. Bürgermeister Anton Müller informierte am Dienstag im Gemeinderat über den aktuellen Stand.
So war zu erfahren, dass die Gemeinde mittlerweile die gesamte Fläche – sie misst 4,6 Hektar – aufgekauft hat. Die Bebauung gestaltet sich allerdings nicht ganz so einfach. Der Grund: Bei Baggerschürfungen kam zutage, dass der Teil, worauf vor zig Jahren Ölschiefer abgebaut wurde, mangelhaft aufgefüllt worden ist. Die Standsicherheit, so bedauerte Müller, sei deshalb nicht uneingeschränkt gegeben.
Doch diese Fläche bleibt bei der weiteren Planung nicht außen vor. Zu Müllers großer Freude liegen schon etliche Anfragen für den Bau eines Batteriespeicherparks vor. Es handelt sich dabei um Container, die laut Müller auf einem Streifenfundament erstellt werden können. Eine Bodenplatte sei dafür nicht notwendig. Da es sich um ein sogenanntes privilegiertes Vorhaben handle, wäre die Umsetzung relativ schnell möglich.
Details zu Unternehmen fehlen noch
Welche Unternehmen Interesse bekunden, wurden in der Sitzung nicht verraten. Der Vorlage war nur zu entnehmen: „Die Bedingungen in Dormettingen sind überdurchschnittlich gut, die Anschlussmöglichkeiten an das Stromnetz sehr interessant. Vor diesem Hintergrund können lukrative Pachtangebote erwartet werden.“
Der Batteriespeicherpark war schon hinter verschlossenen Türen Thema. Nun wurde auch im öffentlichen Teil beschlossen, das Auffüllgelände unter anderem für einen Batteriespeicherpark vorzusehen. Gespräche mit dem Landratsamt und den Fachbehörden laufen bereits. Das übrige Gelände wird in mehrere Nutzungszonen aufgegliedert.
Im vorderen Bereich von „Schwaderäcker“ hatte die Firma FBW vor, eine Musterhaussiedlung zu bauen. „Das Unternehmen will an dem Projekt aber nicht zwingend festhalten“, informierte der Bürgermeister.
Im Gemeinderat kam deshalb die Überlegung auf, dass dafür vorgesehene Mischgebiet in eine reine Gewerbefläche umzudeklarieren. So könne schon vorneherein Konflikten wegen Lärm vorgebeugt werden, wurde argumentiert.