Der Schulleiter der Eichendorffschule, Wolfram Möllen, freut sich über die Entscheidung des Gemeinderats und spricht für das ganze Team: "Wir freuen uns auf die neuen Tafeln." Foto: Eichendorffschule

Der Gemeinderat war sich einig, den Donaueschinger Grundschulen in Zusammenhang mit dem Digitalpakt so schnell wie möglich den Einstieg in das digitale Zeitalter zu ermöglichen. Deshalb votierte er mehrheitlich für die Beschaffung von 21 digitalen Tafelsystemen ("White Boards") für die Eichendorffschule.

Donaueschingen - Der für die Stadtverwaltung und für die Schulen zuständige IT-Administrator Antonio Gentilini verwies darauf, dass alle Medienboards aus China kommen und mehr oder weniger die gleiche Technologie besitzen. Entscheidend für die Gesamtqualität der neuen Unterrichtsform sei die eingesetzte Software. Gentilini verwies darauf, in Gesprächen mit dem Kreismedienzentrum, dank Besuchen bei anderen digital ausgestatteten Schulen und im Dialog mit diversen Lehrkräften beinahe alles getan zu haben, um eine optimale Ausstattung zu erhalten.

80-prozentige Förderung

Bei einer Förderquote von 80 Prozent bleibt für die Stadt eine Finanzierung von 20 Prozent übrig. Auch die Schulung der Lehrer im Umgang mit den neuen Tafelsystemen sei inbegriffen. Gentilini erwähnte, dass im Fall der digitalen Tafelsysteme von einem Durchschnittsalter von acht Jahren ausgegangen werde.

Die White Boards in der Grundschule Wolterdingen, die in diesem Kontext einst eine Vorreiterrolle übernahm, seien bereits seit zehn Jahren in Betrieb. Grundsätzlich einverstanden mit dem Kauf der Tafelsysteme äußerte sich Marcus Greiner (CDU). Er beantragte dennoch, den Beschluss zur Beschaffung auf die kommende Woche zu verschieben und die Funktionalität der Tafeln während eines Vor-Ort-Termins an der Grundschule in Hausen vor Wald zu überprüfen, die mit Tafelsystemen desselben Herstellers unterrichtet. "Nicht immer stellte sich in der Fachwelt auf Anhieb alles als das Gelbe vom Ei heraus", unterstützte Michael Blaurock seinen CDU-Kollegen und ergänzte: "Die Art, den Unterricht zu gestalten, verändert sich, die Digitalisierung hat sich in der realen Welt zum Standard entwickelt."

Lob vom Gesamtelternbeirat

Blaurock appellierte an die Stadt, in einer der nächsten Sitzungen die Höhe des Investitionsvolumens aufzuzeigen, das im Bereich Digitalisierung in der Verwaltung und in allen städtischen Schulen in Zukunft regelmäßig im Turnus von fünf bis acht Jahren anfällt.

Die Gesamtelternbeiratsvorsitzende Ramona Vogelbacher (CDU) lobte das ausgewählte digitale System, das die Attraktivität der Schulen erhöhe und dazu beitraget, Schwierigkeiten auf der Suche nach Grundschullehrern zu reduzieren. SPD-Fraktionssprecher Jens Reinbolz freute sich, dass bei der Vorauswahl der Tafelsysteme pädagogisches Personal mitwirkte, dessen fachlicher Meinung er voll vertraue. "Den Beschluss für ein Feuerwehrfahrzeug fällen wird auch nicht, nachdem der Gemeinderat die Möglichkeit erhalten hat, damit Probe zu fahren", plädierte er für einen sofortigen Beschluss. Gut informiert über den Nutzen der Neuanschaffungen fühlten sich auch Niko Reith (FDP) und Franz Wild (GUB), die für einen sofortigen Kaufbeschluss votierten.