Die Dohlenbachbrücke muss saniert werden. Wann, wie und in welchem Umfang muss noch geklärt werden.
Die Brücke im Dohlenbach muss saniert werden. Bei der Begutachtung der Brücke auf der Zufahrtsstraße zum Scharzenbruch im Juni wurden erhebliche Mängel festgestellt. Das Bauwerk wurde daraufhin gesichert. Um eine Sanierung kommt die Gemeinde allerdings nicht herum. Wann und in welchem Umfang, mit oder ohne Förderung, das ist allerdings noch unklar, teilte Rechnungsamtsleiter Thomas Springmann bei der Sitzung des Gemeinderates mit.
Grundsätzlich könne die Sanierung zu 50 Prozent gefördert werden. Allerdings gebe es den Zuschuss erst ab 100 000 Euro Kosten. Die Förderung ist außerdem von einer Mindestdurchlassgröße abhängig. Da die nötigen Unterlagen für eine Beantragung der Förderung bis zum 30. September, dem Ende der Antragsfrist, nicht fertig waren, stelle sich die Frage, wie es nun weiter gehe. Entweder baue man ohne Förderung im kommenden Jahr oder man stelle im kommenden Jahr den Förderantrag und saniert die Brücke 2026, stellte Springmann die Möglichkeiten vor. Das Büro Isenmann soll daher bis Ende Februar prüfen, welche der Varianten günstiger sei.
Dafür sprach sich der Gemeinderat einstimmig aus. Matthias Fritsch, projektleitender Ingenieur des Büro Isenmanns, versicherte, dass durch die Schäden keine Gefahr für Leib und Leben bestehe. Auch Müllfahrzeuge können weiterhin über die Brücke fahren. Die 15 bis 18 Tonnen schweren Langholzfahrzeuge sollten die Brücke allerdings nur eingeschränkt nutzen. Die Gemeinde hat bereits die Geschwindigkeit auf 25 Kilometer pro Stunde angeordnet, die Nutzung auf drei Tonnen beschränkt sowie ein Stahlplatte angebracht. Fritsch empfahl allerdings noch weitere Sicherungsmaßnahmen zu treffen, etwa die Geschwindigkeitsreduzierung auf zehn Kilometer pro Stunde sowie die Anbringung von Straßenschwellen, die Autofahrer zum Abbremsen zwingen. Der Bauhofleiter soll außerdem die Brücke alle zwei Wochen prüfen, das Büro Isenmann alle drei Monate.
Matthias Fritsch rechnet damit, dass die Sanierung acht bis zwölf Wochen dauern wird. „Das sollte schnell gehen, denn eine Umfahrung ist nur schwer möglich.“ Zwei Sanierungsvarianten sind möglich, stellte er in Aussicht. Die günstigere Lösung wäre es, das Rohr zu vergrößern. Der alte Brückenkörper würde entfernt und durch einen neuen ersetzt werden. Diese Variante würde ungefähr 90 000 Euro kosten. Da hierbei in den Bach eingegriffen werde, könne es allerdings Probleme mit dem Wasserrecht geben. Ein Eingriff ins Gewässer sei zwar möglich, allerdings nicht zu jeder Zeit. Eine andere Möglichkeit sehe die Sanierung des Brückenkörpers vor. Die Fundamente und der Deckel würden erneuert werden.
Idee verworfen
Die Idee von Roland Haas, den Brückenkörper einfach stehen zu lassen und darum zu bauen, ist laut Frisch nicht möglich. „Der Aufbau wäre 50 Zentimeter hoch. Das gäbe dann eine Rampe“, begründete er.