Burladinger Kleinod: die Georgskirche Foto: Badura

Aufgrund der Personalstruktur steht der Förderverein vor der Auflösung.​

Der Gemeinderat entsprach in seiner jüngsten Sitzung dem Wunsch von Franz Rieber, dem Vorsitzenden des Fördervereins St. Georg. Laut einstimmigem Beschluss entsandte das Gremium Bürgermeister Davide Licht als Mitglied in den Vorstand des Vereins. ​

 

Damit ist lediglich ein kleineres Problem gelöst. Was man hingegen nicht weiß, ist: Wie geht es mit dem Verein und der Georgskirche weiter? Rieber erinnerte in der Sitzung daran, wie nach dem großen Erdbeben des Jahres 1978 die Überlegung anstand, das Gotteshaus abzureißen und wie sich der Förderverein zu dessen Erhalt formierte. Feste und Konzerte wurden veranstaltet, um das barocke Kleinod Alt-Burladingens mit dem Erlös erhalten zu können. (Die Ursprünge der Kirche, das wurde bei der Sanierung festgestellt, reichen gar bis ins frühe Mittelalter zurück. Bei archäologischen Grabungen traten mehrere kleine Sensationen zutage.)

Zahl der Unterstützer hat abgenommen.​

Insgesamt erwirtschaftete der Verein 260.000 Euro, die er in den Erhalt einfließen ließ. Inzwischen ist die Gebäudestruktur erneut in die Jahre gekommen. Und mit ihr das Alter der Fördervereinsmitglieder. Auch hat die Zahl der Unterstützer in vergangenen Jahren abgenommen.​

Mit dem bisherigen Personal kann der Verein nicht aufrechterhalten werden. Daher steht es im Raum, den Mitgliedern bei der kommenden Hauptversammlung die Auflösung vorzuschlagen. Es sei denn, es würden sich doch noch junge, engagierte Kräfte bei Franz Rieber melden.​

Eine Aussage, wie es die Kirchenverwaltung als Besitzerin mit dem denkmalgeschützten Gebäude halten wird, gibt es derzeit nicht. Was auch daran liegt, dass sich die Kirchenleitung nach dem Zusammenschluss der Seelsorgeeinheiten in Zollern derzeit in der Umstrukturierung befindet.