Die Firma Luxera Energy GmbH aus München plant, baut und betreibt Batteriegroßspeicher. Auch in Burladingen wollen sie einen errichten und präsentieren ihre Pläne.
Energiegewinnung, -management und -speicherung werden in Burladingen groß geschrieben. Bei Letzterem will die Firma Luxera Energy GmbH aus München einen Beitrag leisten und sich mit einem Projekt in der Fehlastadt ansiedeln. Im Gemeinderat haben sie das Unterfangen vorgestellt.
Luxera Energy plant, baut und betreibt Batteriegroßspeicher und sucht bundesweit nach geeigneten Standorten. In Burladingen wollen sie einen solchen gefunden haben. Cornelius Boy und Timm Rollkowski von Luxera Energy stellten am Donnerstagabend dem Gremium ihre Pläne vor.
Geplant ist die Errichtung eines Batteriegroßspeichers mit 20 Megawatt bei der Kläranlage zwischen Burladingen und Gauselfingen – ganz in der Nähe des neuen Umspannwerks.
Anlage besteht aus mehreren Containern
Laut Beschlussvorlage soll der Speicher auf einer Fläche von gut 1600 Quadratmeter entstehen. „Die Anlage besteht aus mehreren Containern in Modularbauweise. Diese sind in etwa drei Meter hoch und einfach gebaut, so dass sie sich gut in die Landschaft einfügen“, berichtet Boy den anwesenden Räten.
Der Standort an der Kläranlage sei attraktiv, da die anliegende B32 optimal für Wartungs- und Bauarbeiten liege. Beim Bau, so das Versprechen der Unternehmer, werde kein Einfluss auf den Verkehr genommen.
Zwei entscheidende Vorteile
Sollten alle Voraussetzungen erfüllt sein, sieht der Zeitplan vor, dass im Mai 2025 die Baugenehmigung eingeholt werden kann. Im Sommer 2025 sollen die Bauunternehmen ausgewählt werden. Läuft alles nach Plan steht die Anlage rund um Ostern 2026. Im Sommer 2026 könnte man die Anlage ans Netz nehmen.
So weit die Theorie: Aber was für einen Mehrwert schafft dieser Batteriegroßspeicher letztlich? Boy und Rollkowski sehen hier zwei ganz entscheidende Vorteile. Zum einen können in dieser Anlage Energiekapazitäten gespeichert und effektiv ins Netz eingespeist werden, wenn die Nachfrage da ist.
Das Problem bei erneuerbaren Energien sei, so die Erläuterungen, dass besonders mittags große Mengen Strom produziert werden, diese aber vor allem morgens und abends benötigt werden. „Mit der Speicherung können wir den Strom lagern und dann einspeisen, wenn wir ihn brauchen“, erläutern die Firmenvertreter.
Anlage soll zur besseren Netzstabilität beitragen
Somit trägt die Anlage zudem zur besseren Netzstabilität bei. Die Stadt Burladingen profitiert ganz nebenbei, da die Anlage erhebliche Gewerbesteuereinnahmen in die Stadtkasse spülen kann. Die Stadtfläche soll verpachtet, also nicht endgültig abgetreten werden. Also fallen auch Pachteinnahmen an.
Luxera Energy rechnet mit einer 30-jährigen Betriebszeit und verspricht, sich um alles – bis hin zum Abbau der Anlage – zu kümmern. Rund 12 Millionen Euro plant die Firma an Kosten.
Und wie steht es um das Gefahrenpotenzial einer solchen Anlage? Bürgermeister Davide Licht hakte in Sachen Brandschutz nach. Laut Luxera Energy werden spezielle Batterien verwendet, die „gutmütiger brennen“ als etwa Autobatterien, erklärten Boy und Rollkowski. Sprich: Es soll weniger Gefahr von ihnen ausgehen.
Sie würden zudem über einen Wasserkreislauf gekühlt und stehen – falls es doch zu einem Brandereignis kommen sollte – weit auseinander, um ein Ausbreiten des Feuers zu minimieren.
Der Gemeinderat nahm die Pläne zur Kenntnis. CDU-Rätin Dörte Conradi spricht von einem „spannenden Projekt“, das hier in Burladingen möglicherweise entsteht. Die Stadt Burladingen und die Firma Luxera Energy bleiben in Kontakt.