Bei den Kosten rund um den Friedhof soll in Bräunlingen ein besserer Deckungsgrad erreicht werden. Foto: Dagobert Maier

Durch Anpassungen sollen Kosten für Stadt Bräunlingen besser gedeckt werden, ohne Bürger übermäßig zu belasten. Defizit im sechsstelligen Bereich.

Die Friedhofsgebühren in Bräunlingen steigen weniger stark als vorgesehen. Nachdem der Gemeinderat einen Verwaltungsvorschlag mit 70 Prozent Kostendeckung wegen zu hoher Kosten für die Bürger abgelehnt hatte, legte die Stadtverwaltung bei der Sitzung am 5. März eine neue Kalkulation mit einer geminderten Kostenrechnung vor.

 

Dabei wurde die Nutzungsdauer von Erdgräbern von bisher 40 auf 25 Jahre reduziert, was zu einer deutlichen Senkung der absoluten Gebühren pro Grab führt. Ab sofort sind die Gebühren für Grabnutzungsrechte auf einen Deckungsgrad von 60 Prozent ausgerichtet, was eine erhebliche Reduzierung des im Februar vorgelegten Verwaltungsvorschlags von 70 Prozent bedeutet.

Der bisherige Deckungsgrad mit rund 40 Prozent war viel zu niedrig, weshalb eine Anpassung notwendig wurde. In den Jahren 2022 bis 2024 lag der Deckungsgrad zwischen 34 bis 36 Prozent der Kosten. Ein viel höherer Kostenanteil der Bürger war angestrebt.

Hohes Defizit

Das Defizit in den drei Rechnungsjahren betrug nach fachkundigen Berechnungen rund 440 000 Euro. In diesen drei Jahren hat der städtische Haushalt ein Defizit in dieser Größenordnung mitgetragen. 2021 wurde zuletzt über die Friedhofsgebühren entschieden und eine Einnahme von 52 Prozent angestrebt, die nicht erreicht wurde. Der Deckungsgrad lag in Bräunlingen den vergangenen Jahren unter den Erwartungen. In Hüfingen steht die Deckung bei rund 55 Prozent. Die Verwaltung schlug einen Deckungsgrad von 60 Prozent für Bräunlingen vor, um eine Balance zwischen Kostendeckung und sozialverträglichen Gebühren zu erreichen.

Für ein Einzelwahlgrab steigen die Kosten von 4173 auf 4373 Euro. Beim Doppelgrab von 6086 auf 6424. Ein Urnenwand-Familiengrab steigt von 1428 auf 2963 Euro und ein Urnenwahlgrab von 2269 auf 3678 Euro. Die Möglichkeit der Umwandlung von Reihen- in Wahlgräber schafft mehr Flexibilität für Angehörige und entspricht den heutigen Bedürfnissen bei Bestattungen.