Besseren Brandschutz braucht der Veranstaltungssaal unweit des Bitzer Rathauses, erkennbar an der Schnoga. Foto: Dunja Kuster

Der Gemeinderat Bitz hat sich mehrheitlich entschieden, wie der Veranstaltungssaal im Ortszentrum brandschutztechnisch ertüchtigt werden soll; als nächstes werden Angebote eingeholt.

Der Veranstaltungssaal unweit des Bitzer Rathauses soll weiter vermietet werden – darin waren sich die Ratsmitglieder bereits in der Februar-Sitzung einig gewesen. Dazu muss aber der Brandschutz den aktuellen Auflagen entsprechen – wie dieser konkret aussehen wird, darüber haben die Räte in ihrer jüngsten Sitzung beraten.

 

Zur Auswahl standen zwei Möglichkeiten, die Ortsbaumeisterin Monika Merly vorgestellt hat. Erstens: der Einbau einer Rauchwarnmeldeanlage; zweitens: der Anbau einer Fluchttreppe von der Terrasse auf das Eingangspodest.

Langfristig günstiger als die Treppe

Die Kosten für die Rauchwarnmeldeanlage werden auf 17 400 Euro geschätzt; der Einbau wird mit etwa 8900 Euro veranschlagt. Hinzu kommen jährliche Wartungskosten von rund 500 Euro, und die Melder müssten alle acht Jahre für etwa 1600 Euro ausgetauscht werden.

„Außerdem müssten vier Türen gegen rauchdichte Varianten ausgetauscht werden“, so Merly – was mit etwa 8500 Euro zu Buche schlägt. Aus Kostengründen wird bei Variante zwei der Anbau einer zweiläufigen Fluchttreppe empfohlen; die Kosten dafür werden auf 26 000 Euro geschätzt.

Unabhängig davon müssen ein Lärmgutachten für 5300 Euro erstellt, die Garderobe für 5000 Euro umgebaut und die Sicherheitsbeleuchtung für etwa 14 700 Euro ausgetauscht werden. Damit betragen die Gesamtkosten für die Rauchwarnanlage etwa 42 400 Euro und für die Fluchttreppe etwa 51 000 Euro.

Für die nächsten zehn Jahre gut aufgestellt

„Trotz laufender Kosten fällt die Rauchwarnanlage günstiger aus als die Fluchttreppe“, resümiert Bürgermeisterin Raphaela Gonser, weswegen die Verwaltung sich auch in der Sitzungsvorlage für Variante Eins ausgesprochen hatte.

Außerdem berge die Treppenoption schon jetzt ein gewisses Risiko, wie Merly betonte: Anwohner hätten gesehen, wie Jugendliche über die Treppe auf das Flachdach der Bücherei geklettert seien, um einen Ball von dort zu holen. „Da wird einem schlecht, wenn man so etwas hört“, sagte Gonser.

„Wie zukunftssicher ist die Anlage?“, wollte ein Ratsmitglied wissen. „Für die nächsten zehn Jahre sind wir auf jeden Fall gut aufgestellt“, antwortete Raphaela Gonser. Ob es etwa Probleme mit Ersatzteilen geben wird, lässt sich aktuell allerdings noch nicht eindeutig sagen.

Die Bitzer Gemeinderäte haben bei zwei Gegenstimmen den Vorschlag der Verwaltung angenommen – und mehrheitlich dem Einbau der Rauchwarnmeldeanlage samt Türentausch zugestimmt. Als nächstes gilt es, entsprechende Angebote einzuholen.