Annette Mayer, Wolfgang Ziemen, Rainer Planckenhorn und Gunnar Füß werden von Bürgermeisterin Raphaela Gonser (von links) aus dem Bitzer Gemeinderat verabschiedet, in dem sie sich viele Jahre für die Gemeinde und ihre Bürger engagiert haben. Foto: Ulrike Zimmermann

Vier Ratsmitglieder hat Bürgermeisterin Raphaela Gonser in jüngster Sitzung verabschiedet aus dem Gemeinderat Bitz verabschiedet – einer von ihnen gibt dem neuen Gremium vorab einen wichtigen Ratschlag mit auf den Weg.

Zum letzten Mal saßen bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Bitz vier Gemeinderäte am Ratstisch. Bürgermeisterin Raphaela Schiele verabschiedete die Ratsmitglieder Annette Mayer, Gunnar Füß, Reiner Planckenhorn sowie Wolfgang Ziemen und dankte ihnen für ihre geleistete Arbeit.

 

Es verdiene Respekt und Anerkennung, viel von der eigenen Zeit und Kraft aufzuwenden, um bürgerschaftlich im Ehrenamt tätig zu sein, betonte Gonser. Sein Mandat gut auszuüben und seinen Ansprüchen gerecht zu werden, erfordere viel Einsatz – mehr als die Öffentlichkeit manchmal sehe.

Mit den Räten scheidet auch ihr Erfahrungsschatz aus dem Bitzer Gremium

Denn es gehe ja nicht nur um die Teilnahme an Sitzungen und öffentlichen Veranstaltungen, sondern auch um das Durcharbeiten manchmal umfangreicher Sitzungsvorlagen. Der Gemeinderat Bitz verliere vier engagierte Mitglieder mit viel Sachverstand und Erfahrung.

Umso einzigartiger erscheint da die Verabschiedung Wolfgang Ziemens, der nach 40 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit im Gemeinderat den Ratstisch verlassen wird. Mit ihm verabschiedet sich ein Gemeinderat, der einen großen Schatz an Lebens- und Berufserfahrung in jede Sitzung einbrachte, so Gonser.

Zwar sei seine Entscheidung, nicht erneut für den Gemeinderat zu kandidieren, nachvollziehbar, aber dennoch ein großer Verlust für Bitz. Stehende Ovationen des Gremiums zeigten eindrucksvoll die Wertschätzung für Wolfgang Ziemen.

„Ihr werdet mit vielleicht doch manchmal fehlen“, sagt Ziemen

Dieser griff sichtlich bewegt zum Mikrofon, um sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen in den vier Jahrzehnten zu bedanken. Spannend, gegenseitig inspirierend, manchmal auch anstrengend, aber schön im Austausch sei die Zeit im Gemeinderat gewesen.

„Ihr werdet mit vielleicht doch manchmal fehlen.“ Dem neuen Gemeinderat gab er zu bedenken: „Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung ist wichtig. Es kommt auch auf Eure zukunftsweisenden Vorschläge zum Wohl unserer Gemeinde an und auf Eure Kontrolle der Verwaltungsarbeit. Dafür seid Ihr gewählt, der Gemeinderat ist der Entscheidungsträger.“

Sie alle haben die Bitzer Gesellschaft positiv geprägt

Annette Mayer habe es durch ihre Tätigkeit im Haus Bocksberg und dem damit verbundenen Schichtdienst nicht leicht gehabt, alle Termine unter einen Hut zu bringen. Durch ihr Fachwissen im Bereich der Pflege habe sie im Gremium entscheidend dazu beigetragen, dass so manche Diskussion unter einem neuen Blickwinkel betrachtet wird. Auch im Kindergartenausschuss habe sie sich in den vergangenen fünf Jahren aktiv eingebracht.

Gonser dankte Gunnar Füß dafür, dass er in den vergangenen zehn Jahren nicht nur im Gemeinderat und dem Gemeinsamen Ausschuss, sondern darüber hinaus unzählige Stunden im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr geleistet habe. Dadurch habe er maßgeblich dazu beigetragen, die Gesellschaft positiv zu gestalten und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Nie versteckt habe sich Rainer Planckenhorn in den Gemeinderatssitzungen, sondern durch sachliche und fundierte, manchmal aber auch kritische Beiträge und Fragen habe er dazu beigetragen, wichtige Diskussionen anzuregen.