Die Eltern der Grundschüler und Kindergartenkinder zahlen im neuen Schuljahr mehr. Das hat der Gemeinderat beschlossen.
Wie teuer darf das Schulessen in der Mensa sein? Zum neuen Schuljahr müssen die Bitzer Eltern etwas tiefer in die Tasche greifen. Ab September 2025 zahlen sie 5,30 Euro für die Schülerinnen und Schüler und 4,80 Euro für die Kindergartenkinder. Dazu kommt der Anteil am Buchungsentgelt von 0,30 Euro pro Menü über die kitafino-App.
Über die Mensa des Bildungszentrums Bitz erhalten die Kindergartenkinder und Grundschülerinnen und -schüler täglich ein warmes Mittagessen. Dieses wird dreimal pro Woche in der Mensa selbst gekocht, zweimal wird ein Menü durch die Mariaberger Bildung & Service GmbH im Cook & Chill-Verfahren angeliefert. Cook & Chill-System bedeutet Vorkochen und gekühlte Lagerung: Die Speisen werden im Voraus zubereitet, innerhalb von 90 Minuten abgekühlt und bei Temperaturen von drei Grad gelagert.
Vor dem Servieren müssen die Speisen nur noch erhitzt werden. So werden lange Warmhaltezeiten vermieden, die sich nachteilig auf die mikrobiologische und sensorische Beschaffenheit sowie den Nährstoffgehalt der Mahlzeiten auswirken.
Das hat aber auch seinen Preis: Die Mariaberger Bildung & Service GmbH hatte bis September 2022 4,10 Euro pro Mittagessen berechnet und diesen Preis dann wegen gestiegener Lebensmittel-, Heizöl- und Kraftstoffpreise erst um 80 Cent, 2023 dann um weitere 55 und 2024 noch einmal um sieben Cent erhöht.
Gemeinde gibt MariabergerPreiserhöhungen weiter
Die Gemeinde Bitz gibt diese Preise nicht in voller Höhe an die Eltern weiter; solange der Mariaberger Preis 4,10 Euro betrug, berechnete sie 3,30 Euro für Schulkinder und 2,80 Euro für Kindergartenkinder. Nachdem Mariaberg um 80 Cent aufgeschlagen hatte, setzte sie ihre Preise ihrerseits auf 4,30 Euro für die Grundschüler und 3,80 Euro für die Kindergartenkinder hinauf, die weiteren Preiserhöhungen gab sie dagegen nicht an die Familien weiter. Mit einer Ausnahme, nämlich dem Buchungsentgelt für kitafino: Dieses war 2023 von 20 auf 25 Cent gestiegen, und diese fünf Cent wurden den Eltern nun in Rechnung gestellt.
Kostendeckung tritt bei 8,30 Euro ein
Jetzt aber ist der Gemeindeverwaltung die Last der Mehrkosten zu schwer geworden. Sie hat die Kostenentwicklung geprüft, festgestellt, dass Kostendeckung für sie erst bei 8,30 Euro pro Menü eintreten würde, und dann abgefragt, wie viel andere Gemeinden ihren Eltern in Rechnung stellen. Das Ergebnis: zwischen fünf und 5,50 Euro.
Und die Konsequenz: Bei drei Enthaltungen hat jetzt der Gemeinderat den Vorschlag der Verwaltung abgesegnet, den Menüpreis für alle Grundschüler und Kita-Kinder um einen Euro pro Menü und das Buchungsentgelt bei kitafino von 0,25 um weitere fünf Cent auf 0,30 Euro zu erhöhen. Macht 1,05 Euro mehr.
Sollen die Senioren auch mehr zahlen?
Für ein Kindergartenkind, fand Gemeinderätin Susanne Scharlach, ist das für sehr viel. Björn Schiefer plädierte dafür, im Faller der Erhöhung auch den Preis für das Seniorenessen am Freitag in der Mensa auf 10 Euro anzuheben. Bisher zahlen die Senioren sieben Euro vor Ort und können zwischen zwei Menüs wählen.
Eine Steigerung um drei Euro bei den Senioren fand wiederum Regina Birk viel zu hoch. Am Ende stand der Vorschlag einer Erhöhung um zwei Euro im Raum. Zu einem Gemeinderatsbeschluss in dieser Sache kam es jedoch aber noch nicht.
Nachmittagsbetreuungendet künftig früher
Außerdem teilte Bürgermeisterin Raphaela Gonser in der Gemeinderatssitzung mit, dass ab dem Schuljahr 2025/26 wegen der geringen Nachfrage am Freitag die Nachmittagsbetreuung in der Lichtensteinschule bereits um 15.15 Uhr endet.