Der Gemeinderat erhöhte in seiner Sitzung die Gebühren für das Trinkwasser. Auch die Abwassergebühren wurden beraten.
Der Gemeinderat war sich einig, die Wasser- und Abwassergebühren weiterhin verursachergerecht und kostendeckend zu erheben.
Er übernahm einstimmig die für 2026 und 2027 von einem externen Fachbüro erstellte Neukalkulation der Gebühren für die Wasserversorgung sowie die zentrale Abwasser- und Niederschlagswasserbeseitigung.
2026 steigt in Dauchingen die Verbrauchsgebühr für einen Kubikmeter Trinkwasser von 2,72 auf 2,96 Euro und die Grundgebühr für die Wasserzähler um rund 66 Cent pro Monat an. Die Schmutzwassergebühr sinkt pro Kubikmeter um sechs Cent auf 2,49 Euro, die Gebühr für Niederschlagswasser um einen Cent auf 0,38 Euro pro Quadratmeter.
Erneuerung von Wasserleitungen
Gemeindekämmerer Stefan Reiser erläuterte den Anstieg der Wassergebühren mit der Erneuerung von Wasserleitungen auf einer Länge von rund fünf Kilometern und den Leitungstausch während der in der Regel altersbedingten Rohrbrüche.
Es ist als zweites Standbein eine Leitung nach Niedereschach gelegt, um sich im Notfall gegenseitig mit Wasser versorgen zu können. Die Sanierung des Dauchinger Trinkwassernetzes wird auch in Zukunft vorangetrieben, um der Bevölkerung dauerhaft eine sichere Versorgung mit dem qualitativ hochwertigen und lebensnotwendigen Elixier zu gewährleisten.
Von den benachbarten Stadtwerken VS
Reiser verwies darauf, dass die Kommune mangels eigener Quellen das komplette Trinkwasser von durchschnittlich 31 100 Kubikmetern jährlich von den benachbarten Stadtwerken Villingen-Schwenningen via Hochbehälter auf dem Türnelberg bezieht.
„Der kostendeckende Ausgleich wird zu weiteren Gebührenerhöhungen in den kommenden Jahren führen“, erinnerte Reiser daran, dass sich der Preis für 1000 Liter Trinkwasser im Vergleich noch lange sehen lassen kann. „Jeden Tropfen Trinkwasser müssen wir mangels eigener Quellen einkaufen.“
Bürgermeister Torben Dorn ergänzte, dass die Gebührenerhöhung bei einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 35 Kubikmetern pro Person lediglich 6,90 Euro beziehungsweise 8,50 Euro pro Gebäude pro Jahr beträgt.
Gegen eine Querfinanzierung
„Wir sind weiterhin gegen eine Querfinanzierung“, fügte Dorn hinzu. Er erläuterte Günther Haffa (UB), dass ein Wechsel des Wasserversorgers aufgrund der Anschlusskosten an eine neues Trinkwassernetz zu unüberschaubaren Kosten führe. Es sei davon auszugehen, dass auch dieser sein Trinkwasser von der Bodenseewasserversorgung und den Keckquellen bezieht.
Reiser informierte, dass der Kalkgehalt der Keckquellen im Jahr 2026 mit einer Enthärtungslage deutlich reduziert wird. Dadurch erhöht sich ihr Anteil am Gesamtwasserbezug, was sich positiv auf die Kosten auswirkt.
Hinsichtlich der relativ konstant gehaltenen Abwassergebühren wies Reiser darauf hin, dass aufgrund des Alters des Kanalisationsnetzes auch hier in Zukunft eine Erhöhung zu erwarten ist.