Die Wassergebühren in Triberg steigen wieder an (Symbolbild). Foto: © InPixKommunikation - stock.adobe.com

Steigende Kosten und hohe Investitionen machen eine Gebührenerhöhung unausweichlich. Der Gemeinderat stimmt dieser zähneknirschend zu.

Keine guten Nachrichten für die Bürger: Das Leben in Triberg wird wieder einmal teurer. Diesmal betrifft es die Wasser- und Abwassergebühren, ebenso die Niederschlagswassergebühr – hier steigt der Kostensatz von 28 auf 43 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche.

 

Eine ausführliche Kalkulation, wie sie laut gesetzlicher Vorgabe in jedem Jahr sowohl für die Wasser- als auch für die Abwassergebühren vorgeschrieben ist, legte Kämmerin Christin Rinnus dem Gemeinderat in der Sitzung am Mittwochabend vor und beide verhießen nichts Gutes für das Jahr 2024.

Steigende Kosten machen Erhöhung notwendig

Steigende Unterhaltsaufwendungen und hohe Investitionen wie beispielsweise der neue Hochbehälter in Nußbach, der Anschluss an Furtwangen als dritte Säule der Wasserversorgung, aber auch gestiegene Energie-, Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten machten diese Erhöhung nötig, so Bürgermeister Gallus Strobel.

Die Einnahmen aus der Wasserversorgung fließen laut Verwaltung vollständig in die Aufrechterhaltung der Wasserversorgungs-Infrastruktur. Die Verwaltung schlug, entsprechend der Kalkulation, eine Gebührenerhöhung ab Januar 2023 von 3,36 auf künftig 3,77 Euro je Kubikmeter Wasserverbrauch vor. Das sei für eine vierköpfige Familie bei normalem Verbrauch eine Erhöhung von rund 5,80 Euro je Monat.

Relativ moderat fällt der Anstieg bei den Abwassergebühren aus. Nach erfolgter Kalkulation müsse sie ab dem 1. Januar 2024 von derzeit 3,22 Euro auf 3,49 Euro angehoben werden.

Gemäß Berechnung würde die vierköpfige Familie im Jahr etwa 43 Euro mehr bezahlen – im Monat seien das rund 3,50 Euro. Sollten dabei Gewinne entstehen, müssten die in der Kalkulation des Folgejahres ohnehin wieder ausgeglichen werden.

CDU: „Erhöhung insgesamt gerechtfertigt“

Pragmatisch rechnete Klaus Wangler (CDU) durch: „Das ergibt grob gerechnet ein Plus von zehn Euro pro Monat für eine vierköpfige Familie. Wir reden dabei von Trinkwasser, das ist ein kostbares Gut und manchmal kann es knapp werden“, so der Fraktionssprecher. In die Entsorgung des Abwassers müssten Stadt und der Gemeindeverwaltungsverband viel Geld investieren. „Daher finden wir, die Erhöhungen sind insgesamt gerechtfertigt“, stellte er nüchtern fest.

Mike Mauscherning (SPD) sah die Erhöhungen als bedauerlich an, allerdings sei sie wohl wegen der hohen Investitionen und der enormen Kostensteigerungen im Umfeld erforderlich.

Michael Hummel (FWV) rekapitulierte die vergangenen Jahre: „Wir haben gesehen, wie es in den letzten trockenen Jahren ausgesehen hat. Wir kommen nicht darum herum, auch Außenbereiche anzuschließen.“ Vor allem sehe er auch den Anschluss an Furtwangen als sehr wichtig an, durch den man ein weiteres Standbein in der Wasserversorgung erhalte.

Da diese Themen bereits in den jeweiligen Fraktionsbesprechungen ausgiebig besprochen worden waren, wurde den Erhöhungen einstimmig, aber zähneknirschend zugestimmt.