Die Hundesteuer steigt in Seewald. (Symbolfoto) Foto: © GrasePhoto – stock.adobe.com

Der Gemeinderat Seewald hat eine deutliche Erhöhung der Hundesteuer beschlossen. Besonders teuer wird es für Besitzer von Kampfhunden. Doch auch alle anderen Hundebesitzer müssen künftig mehr bezahlen.

Nach acht Jahren hat die Gemeinde Seewald die Hundesteuer spürbar erhöht. Künftig müssen Besitzer für einen Hund 120 Euro im Jahr zahlen – bisher betrug der entsprechende Steuersatz für einen Hund lediglich 96 Euro. Das hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung mit breiter Mehrheit bei drei Enthaltungen beschlossen.

 

Die neue Satzung soll bereits ab kommendem Juli in Kraft treten. Die bisherigen Steuersätze galten seit 2016. Jeder weitere Vierbeiner kostet die Besitzer dem Beschluss zufolge jeweils 240 Euro im Jahr – das waren bisher 192 Euro.

Eine echte Neuerung ist für Kampfhunde vorgesehen: Bisher wurden Kampfhunde „nicht extra erfasst“, wie Bürgermeister Dominic Damrath erklärte. Ab Juli muss für Kampfhunde und „gefährliche Hunde“ deutlich mehr als für gewöhnliche Vierbeiner gezahlt werden. Der Steuersatz für einen Kampfhund liegt dann bei 600 Euro pro Jahr, für jeden weiteren Kampfhund fließen 1200 Euro in die Gemeindekasse.

Kampfhunde sollen erfasst werden

Zudem gibt es eine weitere Neuerung, mit der festgestellt werden soll, wie viel Kampfhunde es in der Gemeinde gibt. Demnach werden alle Hundebesitzer in der Gemeinde demnächst aufgefordert, „eine Erklärung über die Rasse ihres Hundes abzugeben“, wie es in dem Gemeinderatsbeschluss heißt.

„Sollte eine Mischung vorliegen, müssen auch die Rassen der Elterntiere erklärt werden“, heißt es weiter. Sollte es keine Rückmeldungen über die Rasse geben, wird „davon ausgegangen, dass es sich um einen Kampfhund handelt“, so der Gemeinderatsbeschluss.

In der Gemeinde sind den Angaben zufolge 120 „Ersthunde“ sowie 45 „Zweithunde“ steuerpflichtig gemeldet. Die Erhöhung der Hundesteuer dürfte rund 8000 Euro mehr pro Jahr in die Kassen der Gemeinde spülen. Bisher betrugen die Einnahmen der Hundesteuer 20 160 Euro pro Jahr, demnächst dürften diese den Schätzungen zufolge 28 080 Euro pro Jahr betragen. Was die Gemeinde mit diesen Mehreinnahmen zu finanzieren gedenkt, ist noch unklar. Bürgermeister Damrath: „Das Geld ist noch nicht verplant.“