Marc Eberhart ist neu im Balinger Gemeinderat. Foto: Thiercy

Marc Eberhart zieht für die CDU neu in den Balinger Gemeinderat ein. In Endingen kennt man ihn von „Endingen aktiv“. Dort sitzt er im Ortschaftsrat und sagt: „Ich möchte mich aus der Mitte des gewählten Ortschaftsrates als Ortsvorsteher bewerben.“

Marc Eberhart ist keiner, der die Löcher im Käse bejammert. Er hält es mit dem deutsch-dänischen Minister Claus Ruhe Madsen aus Schleswig-Holstein: Der 50-Jährige sieht nach dem Käse und geht Lösungen aktiv an. Das will er auch während seiner Amtszeit in Balingen tun.

 

„Hey, ich bin Marc!“ ist auf der Homepage zu lesen, mit der der Endinger um Stimmen bei der Kommunalwahl geworben hat. Das ist flott, das ist jung und das passt zum Energiebündel Eberhart. Wo andere noch das Problem sehen, ist er schon einen oder zwei Schritte weiter. Das mag auch berufsbedingt sein, er ist Inhaber von e-projecta, einer Softwarefirma, zu deren Kunden auch Behörden zählen.

Digitalisierung sinnvoll nutzen

Stichwort Ämter und künstliche Intelligenz (KI): „Das war schon immer so geht nicht mehr“, sagt der Familienvater. Er kennt die Abläufe in den Behörden und sagt, dass die KI – vor der man durchaus Respekt haben sollte – durchaus in der Lage sei, stupide Routinearbeiten zu übernehmen, damit die Menschen Zeit für Kreatives und Wichtiges haben.

Sein berufliches Wissen will er auch im Gremium einbringen. Er sähe sich gerne im Stadtwerkeausschuss, als Zuhörer war er dort schon. „Die Digitalisierung kann sinnvoll für die Region und die Bürger genutzt werden“, ist er überzeugt.

Der Fleckhopser soll kommen

Was er damit meint? „Synergien nutzen zwischen Industrie, Stadt und Rechenzentren, zum Beispiel.“ Kreativ werden gehört für ihn auch dazu. „Das Geld ist endlich, es braucht neue Ideen, vielleicht muss man Altes auch mal abschneiden.“ Als Beispiel nennt er das Thema Sporthallen. Wie können diese kostenneutral genutzt werden? Käme eine Kombination mit einem Fitness-Studio in Frage?

Eberhart hat Informatik studiert. Dem Klischee des typischen Nerds, der den lieben langen Tag vor dem Computer hockt, entspricht er keinesfalls. Im Gegenteil – er ist gesellig und die Gesellschaft liegt ihm am Herzen. Und weil er die Fähigkeit hat, um die Ecke zu denken, ist ihm zum Beispiel der „Fleckhopser“ eingefallen.

Abstimmen im Sinne der Stadt

Das Konzept gibt es in Bisingen, Geislingen und Mössingen seit Jahren. „Warum sollte das in Endingen nicht gelingen?“, fragt sich Eberhart. Der Hopser, erklärt er, soll Endinger Senioren und Jugendliche tagsüber nach telefonischer Anmeldung zu ihren Zielen in Balingen und Umgebung bringen.

Wie stellt er sich seine Arbeit im Gemeinderat vor? „Ich werde nicht als Parteimitglied abstimmen, sondern im Sinne der Stadt.“ Im Fokus liegen für ihn junge Familien und Bauplätze für diese. „Balingen braucht Nachwuchs und Fachkräfte“, mein Eberhart. Dem Vater dreier Kinder liegt die Jugend am Herzen. Auf dem Gartenschau-Gelände und mit dem Jugendhaus habe die Stadt Balingen großartiges geschaffen. „Dies gilt es zu bewahren und weiterzuentwickeln.“

Zukunft entsteht bei der Jugend

„Die Zukunft entsteht bei der Jugend“, ist der IT-Experte sicher. „Man muss sie einbinden und mitgestalten lassen.“

Gutes Miteinander ist wichtig

Was ist dem Unternehmer wichtig bei der Arbeit im Gremium? „Ein gutes Miteinander.“ Eberhart freut sich auf die Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister Dirk Abel und Bürgermeister Ermilio Verrengia und auf den konstruktiven Dialog während der Ratssitzungen.