Die Einrichtung der Stadt Bad Teinach-Zavelstein akzeptiert künftig die Karte für Engagierte.
Was ehrenamtliches Engagement und das Abtauchen im kühlen Nass miteinander zu tun haben? In Bad Teinach-Zavelstein passt beides neuerdings bestens zusammen: Denn der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass Inhaber der Ehrenamtskarte weniger Eintritt ins Teinacher Freibad bezahlen müssen. Sie werden ab der kommenden Saison behandelt wie Urlauber mit Gästekarte.
Dafür, dass die Badesaison erst am 1. Mai beginnt, ist das Thema Freibad derzeit recht präsent in der Stadt. Erst im Dezember hatte sich der Gemeinderat ausführlich damit befasst und eine deutliche Erhöhung der Eintrittspreise beschlossen.
Erwachsene zahlen so künftig fünf Euro statt 4,50 Euro. Die Familienkarte kostet künftig 14 statt zwölf Euro. Lediglich das Tagesticket für Kinder kostet wie bisher 2,50 Euro. Günstiger wird es nur für Inhaber von Gästekarten. Die zahlen bei Tagestickets 50 Cent weniger als den regulären Preis.
Was in der Dezember-Sitzung offen blieb: Ob und wie die Ehrenamtskarte künftig im Freibad akzeptiert wird.
Wer sich in Baden-Württemberg in einem bestimmten Ausmaß über längere Zeit freiwillig engagiert, der hat Anspruch auf die Ehrenamtskarte. In vielen Museen, Schlössern, Bädern und anderen öffentlichen Einrichtungen, aber auch Geschäften, erhalten die Ehrenamtlichen Vergünstigungen. Das soll ab dieser Saison auch im Teinacher Freibad der Fall sein. Etwa zehn Prozent können die engagierten Badegäste dann auf die Tickets sparen.
Die Entscheidung fiel einstimmig, berichtete Bürgermeister Markus Wendel nach der jüngsten Sitzung. „Das ist eine schöne Geste der Stadt Bad Teinach-Zavelstein, dass wir die Ehrenamtlichen so unterstützen wollen.“
Zwischen 90 000 und 100 000 Euro an Eintrittsgeldern nimmt die Stadt jedes Jahr ein. Welche Auswirkungen die Anerkennung der Ehrenamtskarte haben wird, dass kann Wendel noch nicht sagen. „Ich geh’ jetzt nicht davon aus, dass das einen großen Satz nach unten macht“, meint Wendel.