Im Kleinkindbereich von null bis drei Jahren verfügt die Stadt Altensteig über 89 Plätze. Aber reichen die überhaupt für alle Kinder? Hauptamtsleiter Thomas Bräuning hat die Antwort.
Der Bedarf für Krippenplätze – also Kinderbetreuung für Kinder von null bis drei Jahren – wird in Altensteig voraussichtlich etwas sinken.
Hauptamtsleiter Thomas Bräuning erklärte im Gemeinderat, dass die Geburtenzahlen zurückgingen. „Das können wir 2025 auch das erste Mal für Altensteig verzeichnen“, sagte er. Während im Mittel in den vergangenen Jahren 125 Kinder pro Jahr auf die Welt kamen, waren es 2025 nur noch 103 Kinder.
Qualität bei Betreuung könnte besser werden
Rein von den Zahlen her ist das bei der Kleinkindbetreuung eine eher gute Nachricht. „Da spielt uns der Rückgang der Geburtenzahlen dahingehend in die Hände, dass sich unsere Betreuungsquote verbessert, auch wenn wir nicht mehr Plätze haben“, sagte er.„Das klingt jetzt blöd, aber in diesem Fall ist der Rückgang der Geburtenzahlen tatsächlich eine Entspannung“, meinte auch Bürgermeister Oliver Valha. Damit sei auch eine Qualitätssteigerung in der Betreuung zu erwarten.
Im ganzen Gebiet waren zum 1. September – also dem Start des Kindergartenjahres, 341 Kinder im Alter von null bis drei Jahren gemeldet. Sieben davon wohnen in Garrweiler, damit fallen sie aus der Planung für Altensteig heraus. Denn die Garrweiler Kinder können in die Kita der Gemeinde Grömbach gehen.
In Altensteig gibt es insgesamt 89 Plätze für die Kleinkindbetreuung, Tagesmütter bieten 15 weitere Plätze. 14 Plätze entfallen in den „Sharing“-Bereich, also Betreuungsplätze, die sich zwei Kinder teilen. Damit gibt es insgesamt 118 Plätze.
Die Betreuungsquote im Bereich der U3-Betreuung habe sich leicht erhöht. Sie liegt mittlerweile bei 31,1 Prozent, Tagesmütter und Sharing-Plätze nicht berücksichtigt. Ein Jahr vorher waren es noch 29,9 Prozent, im Kreis Calw liegt die Quote bei 28,2 Prozent, im gesamten Land Baden-Württemberg bei 32 Prozent. Altensteig ist damit im Durchschnitt.
Die Anfragen nach Krippenplätzen, die an die Stadt herangetragen würden, könnten erfüllt werden, konnte Bräuning im Gemeinderat verkünden. Mittlerweile gebe es auch mehrere Standorte, an denen Kinder bis drei Jahre betreut werden können, auch in den Teilorten.
Möglichkeiten gebe es – neben der Kernstadt – in Altensteigdorf, Wart und Walddorf und Spielberg. In Spielberg wurde die Kita im vergangenen Jahr saniert und erweitert – damit können dort nun zwei Krippen-Gruppen untergebracht werden. Auch in Walddorf, wo in den nächsten Jahren gebaut und saniert werden soll, soll der Kleinkindbereich berücksichtigt werden.
Purzeltreff und Goldfischle an neuen Orten
Organisatorisch wird der Purzeltreff, alias Kita Bahnhofstraße, an die Kita Welkerstraße angeschlossen. Im Herbst soll die geplante Kleinkindbetreuung im neuen Schloss eröffnet werden. In die Bahnhofstraße zieht dann der freie Träger Goldfischle ein.